Außenansicht von Bellaventra

Bild oben: Das ist die Außenansicht von Bellaventra.

Von außen ist die tatsächliche Größe und Struktur der Anlage kaum zu erkennen. Entlang der Außenmauer stehen unmittelbar an die Mauer gebaute Häuser. Dadurch wirkt Bellaventra von der Straße aus nicht wie ein riesiger Palast oder ein abgeschotteter Komplex, sondern eher wie eine sehr lange, hochwertige Reihenhaussiedlung.

Die Häuser sind Bestandteil der äußeren Bebauung von Bellaventra und verdecken die eigentliche Anlage dahinter. Das Grundprinzip erinnert an einen sehr großen Riad: Das Leben spielt sich nicht nach außen, sondern nach innen ab. Die wichtigen Wohnräume, Gärten, Arkaden, Terrassen und Aufenthaltsbereiche orientieren sich zu den großen geschützten Innenhöfen. Von außen bekommt man deshalb kaum einen Eindruck davon, wie groß Bellaventra tatsächlich ist.

Bellaventra besitzt insgesamt sechs Tor-Einfahrten.

Auf der Seite, die auf dem Bild zu sehen ist, befinden sich insgesamt vier Tore. Zwei davon führen direkt in den ersten Innenhof. Sie bilden dort eine getrennte Ein- und Ausfahrt. Genau diese beiden Tore sind auf dem Bild sichtbar.

Direkt daneben befinden sich zwei weitere Tore, die jedoch außerhalb des gezeigten Bildausschnitts liegen. Diese Tore führen nicht in den ersten Innenhof, sondern auf einen langen Flucht- und Versorgungsweg innerhalb der Anlage.

Auf der gegenüberliegenden Seite von Bellaventra befinden sich noch einmal zwei entsprechende Tore, die ebenfalls Zugang zu diesem langen Fluchtweg ermöglichen.

Damit gibt es insgesamt sechs Tor-Einfahrten: zwei sichtbare Tore als Ein- und Ausfahrt zum ersten Innenhof sowie vier weitere Tore zu den langen Fluchtwegen, jeweils zwei auf jeder Seite der Anlage.

Für jemanden, der außen an Bellaventra entlangfährt, entsteht dadurch weiterhin vor allem der Eindruck einer langen, zusammenhängenden Reihenhausbebauung. Die eigentliche Dimension der Anlage, ihre Innenhöfe und die dahinterliegende Architektur bleiben von außen weitgehend verborgen.


Bild oben: Auf diesem Bild ist der erste Innenhof von Bellaventra zu sehen. Er ist etwa 140 Meter lang und 80 Meter breit und bildet den großen repräsentativen Ankunftsbereich der Anlage.

Die Fahrzeuge gelangen durch die beiden großen Tore in diesen Hof. Von dort führen die Fahrspuren links und rechts weiter zur zentralen Porte-cochère, an der die Fahrzeuge vorfahren und ihre Passagiere direkt am Gebäude aussteigen lassen können.

Ein wesentliches Gestaltungselement des Hofes ist der sehr große Brunnen, der die Börse symbolisiert. Entsprechend sind in seine Gestaltung ein Bulle und ein Bär integriert – die beiden klassischen Symbole für steigende und fallende Märkte.

An den beiden Längsseiten des 140 Meter langen Hofes liegt der interne Hotelbereich von Bellaventra. Auf jeder Seite befinden sich jeweils vier Zimmer beziehungsweise Suiten, die sich zum Innenhof orientieren. Ergänzt wird dieser Bereich durch kleinere Räume, die für den internen Hotelbetrieb benötigt werden.

Auch der Gebäudetrakt an der Einfahrtsseite ist vollständig genutzt. Er besitzt eine Tiefe von ungefähr 18 Metern. Im Bereich der beiden Tordurchfahrten liegen sich jeweils Büroräume gegenüber, die etwa 6 Meter tief sind. Hinzu kommt ein ungefähr 3 Meter breiter Flur; die verbleibende Tiefe entfällt auf Mauern und die übrige bauliche Konstruktion.

Zum Innenhof hin befinden sich in diesem Gebäudeteil weitere Räume. Ihre genaue Nutzung ist noch nicht endgültig festgelegt. Denkbar sind beispielsweise ein Wohnzimmer, ein Esszimmer und eine kleinere Bar sowie weitere Aufenthaltsräume. Entscheidend ist, dass diese Räume zum ersten Innenhof von Bellaventra ausgerichtet sind und nicht zur Außenseite.

Der erste Innenhof ist damit gleichzeitig Vorfahrt, Empfangsbereich, Hotelbereich und Aufenthaltszone. Trotz seiner Größe von rund 11.200 Quadratmetern ist er vollständig von der Architektur Bellaventras eingefasst und bildet den ersten großen Innenraum der Anlage, den man nach der Einfahrt erlebt.


Bild oben: Der erste große Innenhof von Bellaventra ist nicht als eine einzige durchgehende Fläche angelegt, sondern wird durch einen breiten Saal in zwei voneinander getrennte Innenhöfe unterteilt.

Einer dieser beiden Innenhöfe ist bewusst als Garten für Asados gestaltet. Er ist deutlich weniger repräsentativ als der eigentliche Ankunftsbereich und soll eher wie ein geschützter, großzügiger Garten wirken, in dem gegessen, gegrillt und zusammengesessen werden kann.

Dieser Bereich erhält entsprechende Grünflächen, Bäume, Sitzbereiche und große Außenflächen. Der Asado-Bereich kann dabei dauerhaft in die Architektur integriert werden, sodass er nicht wie ein gewöhnlicher Grillplatz wirkt, sondern wie ein eigener Gartenraum innerhalb von Bellaventra.

Der breite Saal bildet dabei die klare bauliche Trennung zwischen den beiden Höfen. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Atmosphären: auf der einen Seite der repräsentative Innenhof mit Vorfahrt, Porte-cochère und Brunnen, auf der anderen Seite ein geschützter Gartenhof, der hauptsächlich für Asados und private Aufenthalte im Freien vorgesehen ist.

Bild oben: Der zweite Teil des geteilten Innenhofs von Bellaventra ist deutlich repräsentativer gestaltet. Wie alle großen Innenhöfe der Anlage wird auch dieser Hof vollständig von Arkaden eingefasst, die ihm einen geschlossenen und zugleich großzügigen Charakter geben.

Im Gegensatz zum benachbarten Asado-Garten gibt es hier weniger Grünflächen. Die Gestaltung wird stärker von Architektur, Steinflächen, breiten Wegen und einzelnen gezielt gesetzten Pflanzen bestimmt. Dadurch wirkt der Hof formeller und eleganter, ohne kahl zu erscheinen.

Dieser Innenhof ist vor allem dafür gedacht, Gäste zu empfangen. Er kann für kleinere Empfänge, Gespräche oder gesellschaftliche Zusammenkünfte genutzt werden und bildet einen repräsentativen Außenraum, ohne die Dimension oder Förmlichkeit eines großen offiziellen Empfangssaals zu haben.

Die umlaufenden Arkaden verbinden die angrenzenden Räume miteinander und ermöglichen gleichzeitig, sich geschützt um den gesamten Hof zu bewegen. Von den dahinterliegenden Räumen und Salons besteht jeweils der Blick direkt in diesen Innenhof.

Durch den breiten Saal, der die beiden Höfe voneinander trennt, entstehen damit zwei bewusst unterschiedliche Bereiche: auf der einen Seite der grünere und privatere Asado-Garten, auf der anderen Seite dieser repräsentative Arkadenhof für Gäste und Empfänge.

Bild oben: Auf diesem Bild ist der mittlere Saal von Bellaventra zu sehen, der die beiden großen Innenhöfe voneinander trennt. Gleichzeitig bildet er einen wichtigen Teil der inneren Wegeführung des Hauses.

Der Saal ist etwa 18 Meter breit und 80 Meter lang. Er verläuft über die gesamte Breite des zweiten Innenhofs und dient im Alltag als großzügiger Korridor, über den man vom ersten Bereich des Hauses weiter durch Bellaventra gelangt. Dabei führt der Weg unmittelbar an den beiden unterschiedlich gestalteten Innenhöfen vorbei.

Der Raum ist jedoch nicht nur als Durchgang gedacht. Durch seine Größe von rund 1.440 Quadratmetern kann er vollständig als Ballsaal genutzt werden. Für größere Veranstaltungen lässt sich der normale Verkehrsbereich dadurch in einen repräsentativen Festsaal verwandeln.

Auf beiden Seiten des Saals befinden sich wieder die für Bellaventra typischen Arkaden. Sie begleiten den Saal entlang der angrenzenden Innenhöfe und verbinden ihn optisch und architektonisch mit den übrigen Bereichen des Hauses.

Der mittlere Saal erfüllt damit zwei Funktionen gleichzeitig: Im normalen Betrieb ist er eine zentrale innere Verbindung durch das Gebäude, bei besonderen Anlässen wird er zu einem großen repräsentativen Ballsaal zwischen den beiden Innenhöfen.


Bild oben: Auf diesem Bild ist der Schlafzimmer-Innenhof von Bellaventra zu sehen. Die eigentliche Innenfläche des Hofes ist etwa 140 Meter lang und 80 Meter breit und bildet damit einen sehr großen, vollständig nach innen orientierten Gartenbereich.

An einer der beiden Stirnseiten befindet sich Hugos Schlafzimmer beziehungsweise seine private Suite. Auf der gegenüberliegenden Stirnseite liegen drei weitere Zimmer oder Salons.

Entlang der beiden etwa 140 Meter langen Längsseiten befinden sich jeweils 15 Schlafzimmer-Suiten für die Frauen. Insgesamt liegen damit 30 Suiten direkt an diesem Innenhof. Alle Suiten sind zum Hof ausgerichtet und blicken auf die Gartenanlage.

Der Innenhof selbst ist sehr aufwendig und luxuriös gestaltet. Große Palmen, großzügige Grünflächen, unterschiedliche Bepflanzungen, Wege und kleinere Aufenthaltsbereiche strukturieren die enorme Fläche. Trotz seiner Größe soll der Hof nicht leer wirken, sondern dicht, hochwertig und abwechslungsreich gestaltet sein.

Wie bei den übrigen Innenhöfen von Bellaventra wird auch dieser Bereich von Arkaden eingefasst. Sie bilden den Übergang zwischen den Suiten und dem Garten und sorgen dafür, dass man sich entlang des gesamten Hofes geschützt bewegen kann.

Der Schlafzimmer-Innenhof ist damit der zentrale private Garten des Wohnbereichs: groß, ruhig, opulent gestaltet und vollständig von den Schlafzimmern und angrenzenden Räumen umgeben.


Bild oben: Auf diesem Bild ist der hinterste Innenhof von Bellaventra zu sehen. Er bildet den zentralen Außenbereich des Spa-, Wellness- und Fitnessbereichs der Anlage.

Der gesamte Hof ist von den Räumen des Spa-, Wellness- und Fitnesscenters umgeben und wird, wie die übrigen Innenhöfe von Bellaventra, vollständig von Arkaden eingefasst.

Im Mittelpunkt befindet sich ein großer Poolbereich. Dazu gehören großzügige Liegeflächen mit Sonnenliegen sowie ruhige Aufenthaltszonen rund um das Wasser. Der Hof ist bewusst sehr elegant, klar und aufgeräumt gestaltet. Die Architektur und die Außenanlagen wirken hochwertig und ruhig, ohne überladen zu sein.

Auf einer Seite des Innenhofs befindet sich außerdem das private Restaurant des Spa-Bereichs. Dieses Restaurant gehört ausschließlich zu diesem Teil von Bellaventra und dient den Bewohnern und Gästen, die den Wellness- und Fitnessbereich nutzen.

Der gesamte Innenhof ist als ruhiger Rückzugsort angelegt. Pool, Restaurant, Sonnenliegen, Arkaden und die umliegenden Spa- und Fitnessräume bilden zusammen einen abgeschlossenen, sehr gepflegten und luxuriösen Bereich innerhalb von Bellaventra.


Bild oben: Grundrisse

Bellaventra – Grundriss, Ebenen und interne Erschließung

Dieser Text beschreibt verbindlich, wie Bellaventra räumlich aufgebaut ist und wie die einzelnen Bereiche miteinander verbunden sind.

1. Grundstruktur von rechts nach links

Wenn man Bellaventra von oben betrachtet und den Grundriss von rechts nach links liest, beginnt die Anlage an der Hauptzufahrt.

Ganz rechts befinden sich zwei getrennte Durchfahrten. Eine dient als Einfahrt, die andere als Ausfahrt. Diese Durchfahrten liegen nicht frei, sondern führen durch einen großen Gebäudekörper. Um und über ihnen befinden sich Büro- und Personalräume. Von außen ist dieser Bereich optisch als geschlossener Quader gestaltet und ähnelt den Angestelltenquartieren.

Nach der Durchfahrt gelangt man in den Innenhof „Ankunft“.

An drei Seiten dieses Innenhofes liegt der Hotelbereich. Von dort gelangt man weiter in die großen Galerien des eigentlichen privaten Gebäudeteils.

Danach folgt der erste große Wohntrakt. Von den Galerien aus gelangt man in die Wohn- und Aufenthaltsräume, die sich zu den jeweiligen Innenhöfen öffnen.

Hinter diesem Wohntrakt liegt der Schlaftrakt. Die Schlafzimmer sind um einen eigenen Innenhof angeordnet. Dieser Bereich ist im Grundriss heller markiert.

Hinter dem Schlaftrakt befindet sich der Freizeitbereich. Er bildet einen eigenen Gebäudestreifen zwischen dem Schlaftrakt und dem Spa-, Wellness- und Fitnessbereich.

Erst dahinter folgt der Spa-, Wellness- und Fitnessbereich. Dieser ist im Plan bläulich-grün markiert und erstreckt sich ebenfalls um einen eigenen Innenhof mit Pool.

Hinter dem Spa-Bereich liegt eine etwa 30 m breite Garage. Die Breite ist so ausgelegt, dass in der Mitte eine Fahrbahn verläuft und links und rechts davon Fahrzeuge abgestellt werden können.

Hinter der Garage folgt ein 18 m breiter Fluchtweg.

Dahinter schließen sich wieder Angestelltenquartiere an.

Die Abfolge von rechts nach links lautet damit:

Durchfahrten und Bürobereich → Innenhof Ankunft mit Hotelbereich → Wohntrakt → Schlaftrakt → Freizeitbereich → Spa/Wellness/Fitness → Garage → 18-m-Fluchtweg → Angestelltenquartiere.

 


 

2. Grundstruktur von oben nach unten

Betrachtet man Bellaventra auf dem Grundriss entlang der Längsseite von oben nach unten, ergibt sich folgende Abfolge:

Angestelltenwohnungen → 18 m breiter Fluchtweg → Innenräume Bellaventra → Innenhöfe → Innenräume Bellaventra → 18 m breiter Fluchtweg → Angestelltenwohnungen.

Der eigentliche private Gebäudekomplex liegt also zwischen zwei großen, jeweils 18 m breiten Fluchtwegen.

Außerhalb dieser Fluchtwege befinden sich auf beiden Längsseiten die Angestelltenwohnungen beziehungsweise Personalgebäude.

 


 

3. Wohntrakte und Galerien

In den klassischen Wohnbereichen folgt der Aufbau von innen nach außen grundsätzlich diesem Schema:

8 m breite Galerie → 3 m breite Erschließungszone → 12 m tiefer Wohnraum → 5 m tiefe Arkaden.

Auf der gegenüberliegenden Seite eines Innenhofes wiederholt sich dieser Aufbau spiegelbildlich.

Die 8 m breite Galerie ist ein großer repräsentativer Innenflur.

Über dieser Galerie befindet sich ein Oberlicht, durch das Tageslicht von oben in den Flur fällt. Deshalb kann die obere Personaletage in diesem Bereich nicht über die komplette Breite des Erdgeschosses geführt werden.

Zwischen Galerie und Wohnraum befindet sich im Wohntrakt eine 3 m breite Zone.

In dieser Zone liegen unter anderem Toiletten, interne Nebenbereiche sowie Treppenhäuser, über die das Personal von der oberen Personaletage direkt zu den jeweiligen Bereichen im Erdgeschoss gelangen kann.

Danach folgt der etwa 12 m tiefe Wohn- oder Aufenthaltsraum.

Außen schließen sich daran die etwa 5 m tiefen Arkaden an.

 


 

4. Schlaftrakt

Der Schlaftrakt besitzt ebenfalls große Galerien.

Hier gilt jedoch nicht das Schema:

Galerie → 3-m-Zone → Schlafzimmer.

Stattdessen gelangt man von der Galerie direkt in die Schlafzimmer.

Es gibt dort keine durchgehende 3 m breite Zone mit Toiletten und Treppenhäusern zwischen Galerie und Schlafzimmer.

Der Schlaftrakt grenzt nicht unmittelbar an den Spa-Bereich. Zwischen beiden liegt der eigenständige Freizeitbereich.

Die erforderlichen Toiletten, Treppenhäuser und Nebenräume werden im Schlaftrakt an anderen Stellen der Flur- und Gebäudestruktur untergebracht.

 


 

5. Freizeitbereich

Zwischen dem Schlaftrakt und dem Spa-, Wellness- und Fitnessbereich befindet sich ein eigenständiger Freizeitbereich.

Er bildet einen durchgehenden Gebäudestreifen und trennt den ruhigen privaten Schlafbereich räumlich vom stärker auf Aktivität, Erholung und körperliche Nutzung ausgerichteten Spa-, Wellness- und Fitnessbereich.

Welche einzelnen Räume und Freizeitangebote dort untergebracht werden, ist im derzeitigen Grundriss noch nicht abschließend festgelegt. Verbindlich ist jedoch seine Lage als eigenständiger Bereich zwischen Schlaftrakt und Spa.

Der Freizeitbereich ist an die internen Wege des Erdgeschosses sowie an die darüberliegende Personal- und Serviceetage angebunden. Dadurch kann das Personal die dortigen Räume versorgen, ohne dauerhaft die privaten Hauptbereiche durchqueren zu müssen.

 


 

6. Eckbereiche der Innenhöfe

Ein wichtiges Grundprinzip betrifft die vier Ecken der rechteckigen Innenhöfe.

Entlang der geraden Seiten eines Innenhofes liegen die eigentlichen Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräume. Diese Räume besitzen Fenster beziehungsweise Sicht auf den Innenhof.

An den Ecken treffen die verschiedenen Gebäudeflügel aufeinander. Dadurch entstehen Bereiche, die keinen direkten Blick auf den Innenhof haben und dort auch keine entsprechenden Fenster benötigen.

Genau diese innenliegenden Eckbereiche werden bevorzugt für Funktionen verwendet, die keinen Hofblick benötigen.

Dort befinden sich insbesondere:

  • Toiletten,
  • Treppenhäuser für die Angestellten,
  • Nebenräume und weitere interne Funktionsräume.

Dadurch bleiben die Fassadenflächen mit Blick auf den Innenhof möglichst vollständig den eigentlichen Wohn-, Schlaf- und Aufenthaltsräumen vorbehalten.

Dieses Prinzip ist besonders dort wichtig, wo keine separate 3-m-Erschließungszone vorgesehen ist.

 


 

7. Personaletage über dem Erdgeschoss

Hugos eigentliche private Räume befinden sich im Erdgeschoss.

Darüber befindet sich eine weitgehend separate Angestellten- und Serviceetage.

Auf dieser Ebene liegen unter anderem:

  • Büros,
  • Personalräume,
  • Küchen,
  • Lager,
  • Abstellräume,
  • Servicebereiche,
  • interne Funktionsräume.

Die Personaletage ermöglicht es den Angestellten, sich nahezu durch das gesamte Gebäude zu bewegen, ohne dafür die privaten Bereiche im Erdgeschoss durchqueren zu müssen.

Über die zahlreichen internen Treppenhäuser können Angestellte gezielt von oben zu den jeweiligen Räumen oder Gebäudebereichen gelangen.

Die Treppenhäuser liegen je nach Bereich entweder in den 3-m-Erschließungszonen oder in den innenliegenden Eckbereichen der Hofstruktur.

 


 

8. Oberlichter

Über den großen Galerien befinden sich Oberlichter.

Dadurch fällt Tageslicht direkt von oben in die etwa 8 m breiten Galerien.

Die obere Angestelltenetage ist deshalb nicht einfach eine vollständig geschlossene zweite Geschossplatte über dem gesamten Erdgeschoss.

In den Bereichen über den Galerien muss Raum für die Oberlichter bleiben.

Die Personalräume im Obergeschoss sind daher teilweise kleiner beziehungsweise anders zugeschnitten als die darunterliegenden Räume im Erdgeschoss, bleiben aber ausreichend groß für ihre jeweiligen Funktionen.

 


 

9. Arkaden und obere Balkone

Im Erdgeschoss befinden sich vor vielen Wohn- und Aufenthaltsräumen die etwa 5 m tiefen Arkaden.

Über diesen Arkaden liegen im Obergeschoss begehbare Außenflächen beziehungsweise Balkone.

Diese Balkone sind nicht als reguläre Aufenthaltsflächen für das Personal gedacht.

Sie dienen hauptsächlich betrieblichen und sicherheitsbezogenen Zwecken.

Wenn Hugo sich beispielsweise in einem Innenhof aufhält, können dort Bodyguards stehen und von oben den Innenhof, die angrenzenden Korridore und die Umgebung beobachten.

Die Arkadenbalkone sind damit primär Teil des Sicherheits- und internen Erschließungssystems.

 


 

10. Personalterrasse über der Garage

Die Garage ist im Gegensatz zu den angrenzenden Hauptgebäuden nur eingeschossig.

Auf ihrem Dach befindet sich eine große begrünte Aufenthaltsfläche für die Angestellten.

Dieser Bereich dient als eigentliche Außen- und Pausenfläche des Personals.

Die Lage ist bewusst so gewählt, dass die Angestellten dort normal miteinander sprechen und ihre Pausen verbringen können, ohne dass Gespräche ohne Weiteres in Hugos privaten Bereichen zu hören sind.

Damit ist die Dachfläche über der Garage der reguläre Außenbereich für das Personal, während die Balkone über den Arkaden hauptsächlich funktionale und sicherheitsbezogene Aufgaben erfüllen.

 


 

11. Fluchtwege

Auf beiden Längsseiten des eigentlichen Bellaventra-Komplexes befinden sich jeweils etwa 18 m breite Fluchtwege.

Diese trennen das zentrale private Gebäude von den außenliegenden Angestelltenquartieren.

An den Stellen, an denen die interne 3-m-Zone auf einen solchen Fluchtbereich trifft, führt sie nicht zwingend in einen Wohnraum.

Stattdessen kann sie direkt in einen Fluchtkorridor beziehungsweise zu einem Notausgang führen.

Die Fluchtwege bilden damit eigenständige Sicherheitsachsen entlang des gesamten Gebäudekomplexes.

 


 

12. Grundprinzip von Bellaventra

Bellaventra besitzt mehrere voneinander getrennte Bewegungssysteme.

Hugo und seine Gäste nutzen im Erdgeschoss die großen Galerien, Wohnräume, Schlafzimmer, Freizeitbereiche, Innenhöfe, repräsentativen Räume sowie den Spa-, Wellness- und Fitnessbereich.

Das Personal bewegt sich überwiegend auf der darüberliegenden Angestelltenetage und gelangt über interne Treppenhäuser gezielt zu den jeweiligen Bereichen.

Dadurch kann der gesamte Betrieb des Hauses funktionieren, ohne dass sich Angestellte ständig durch die privaten Hauptbereiche bewegen müssen.

Die Anordnung von Galerien, Oberlichtern, 3-m-Erschließungszonen, Ecktreppenhäusern, Freizeitbereich, Personaletage, Fluchtwegen, Arkaden und Personalquartieren ist darauf ausgelegt, Privatbereich, Betrieb, Service und Sicherheit räumlich möglichst konsequent voneinander zu trennen.

Die 8 m breite Galerie bildet den großen repräsentativen Hauptflur im Erdgeschoss. Über diesen Galerien befinden sich Oberlichter, durch die Tageslicht von oben in die Galerie fällt. Deshalb kann das Obergeschoss an diesen Stellen nicht vollständig über die gesamte Grundfläche des Erdgeschosses geführt werden.

Zwischen Galerie und den jeweiligen 12 m tiefen Räumen liegt eine 3 m breite Erschließungszone. In diesem Bereich befinden sich unter anderem die Toiletten sowie die Treppenhäuser für das Personal. Über diese Treppenhäuser können Angestellte von der oberen Personalebene gezielt zu den einzelnen Bereichen und Räumen im Erdgeschoss gelangen. Dadurch muss das Personal nicht erst längere Strecken durch Hugos private Räume oder die repräsentativen Galerien zurücklegen.

An die 12 m tiefen Räume schließen sich außen die 5 m tiefen Arkaden an. Über diesen Arkaden befinden sich im Obergeschoss Balkone beziehungsweise begehbare Außenbereiche. Diese sind nicht als normale Personalterrassen gedacht. Sie werden hauptsächlich für betriebliche und sicherheitsrelevante Zwecke genutzt. Wenn Hugo sich beispielsweise in einem Innenhof aufhält, können dort Bodyguards Position beziehen und von oben sowohl die Korridore als auch die Innenhöfe überblicken.

Der eigentliche Außenbereich für die Angestellten befindet sich über dem eingeschossigen Garagenbereich. Auf dem Dach der Garage liegt eine begrünte Aufenthaltsfläche, auf der sich das Personal während seiner Pausen draußen aufhalten kann. Dieser Bereich ist bewusst vom privaten Bereich getrennt und so gelegen, dass normale Gespräche der Angestellten aus Hugos Bereichen nicht zu hören sind.

An den Längsseiten des Gebäudes befinden sich außerdem die Fluchtwege. Auch dort gibt es die 3 m breite Erschließungszone. An diesen Stellen führt sie jedoch nicht in einen 12 m tiefen Wohnraum, sondern direkt in einen separaten Fluchtkorridor beziehungsweise zu den Notausgängen.

Damit bestehen in Bellaventra zwei weitgehend voneinander getrennte Erschließungssysteme: Im Erdgeschoss liegen Hugos private und repräsentative Räume mit den großen Galerien und Arkaden. Darüber verläuft die Angestelltenetage, von der aus Personal, Service und Sicherheit über eigene Treppenhäuser gezielt zu den jeweiligen Bereichen des Erdgeschosses gelangen können.


Einordnung Bellaventra – Größe im weltweiten Vergleich 2005

Bellaventra verfügt über 120.846 m² Wohn- und Nutzfläche innerhalb des umbauten Gebäudes. Die rund 45.000 m² großen Innenhöfe sind darin nicht enthalten. Einschließlich der Innenhöfe umfasst der eingefasste Gesamtbereich damit etwa 165.846 m².

Für einen internationalen Vergleich sollten jedoch nur die 120.846 m² Gebäudefläche verwendet werden.

Im Jahr 2005 würde Bellaventra damit zu den größten Wohn- und Palastanlagen der Welt gehören. Ungefähr ergibt sich folgende Größenordnung:

  1. Istana Nurul Iman, Brunei – ca. 200.000 m²
  2. Apostolischer Palast, Vatikan – ca. 162.000 m²
  3. Verbotene Stadt, China – ca. 150.000 m² bebaute Fläche
  4. Königspalast Madrid, Spanien – ca. 135.000 m²
  5. Königspalast Caserta, Italien – ca. 130.000 m²
  6. Bellaventra, Uruguay – 120.846 m²
  7. Quirinalspalast, Italien – ca. 110.500 m²
  8. Abdeen-Palast, Ägypten – ca. 108.000 m²
  9. Umaid Bhawan Palace, Indien – ca. 105.000 m²
  10. Falaknuma Palace, Indien – ca. 94.000 m²

Damit wäre Bellaventra im Jahr 2005 größenmäßig ungefähr unter den sechs größten Wohn- und Palastanlagen der Welt einzuordnen.

Zum Vergleich: Buckingham Palace besitzt ungefähr 77.000 m² Gebäudefläche. Bellaventra wäre damit rund 57 % größer als Buckingham Palace.

Für Südamerika wäre Bellaventra in dieser Größenordnung ein außergewöhnlicher Sonderfall und sehr wahrscheinlich die mit Abstand größte private Wohnresidenz des Kontinents.

Wichtig ist dabei die Abgrenzung: Die 45.000 m² Innenhöfe werden nicht zur angegebenen Wohn- und Nutzfläche gerechnet. Dadurch bleibt der Vergleich mit anderen Palästen und Residenzen möglichst sauber.

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