Complejo Voss (Voss Komplex)

Bild oben: Complejo Voss 

Gesamtareal Bellaventra – Complejo Voss, Wohnstadt und Infrastruktur

Das Projekt rund um Bellaventra ist von Anfang an wesentlich größer als ein einzelnes Privathaus. Ab 2002 entsteht hier ein vollständig geplanter neuer Stadtteil, der den Complejo Voss, die Wohnungen für die Angestellten von Bellaventra, Schulen und Kindergärten, große Park- und Grünanlagen, Straßen sowie eine weitgehend eigenständige technische Ver- und Entsorgungsinfrastruktur umfasst.

Das gesamte erworbene Gelände erstreckt sich von der Autobahn aus auf der einen Seite ungefähr 4,75 km, auf der anderen ungefähr 1,25 km und besitzt eine Breite von rund 1,2 km. Für die Grundstücke werden 2002 insgesamt etwa 423 Millionen Euro bezahlt.

Complejo Voss

Wer von der Autobahn in Richtung Bellaventra fährt, erreicht zunächst den Complejo Voss.

Die erste Ausbaustufe besteht aus drei sehr langgestreckten, jeweils zweigeschossigen Gebäuden. Jeder Baukörper ist ungefähr 500 m lang und 21 m breit.

Zwischen den einzelnen Gebäuden liegen jeweils rund 50 × 20 m große Freiflächen. Die Baukörper sind nicht durch gewöhnliche geschlossene Korridore verbunden, sondern durch eingeschossige, großzügig verglaste Verbindungselemente, die eher wie elegante Wintergärten wirken.

Unter einem Teil des Komplexes befindet sich ein Parkhaus. Zusätzlich gibt es links und rechts der Gebäude weitere Parkflächen. Vor dem Complejo Voss befindet sich außerdem ein Hubschrauberlandeplatz.

Diese erste Stufe umfasst insgesamt ungefähr 65.000 m² und kostet etwa 628 Millionen Euro. Sie stellt jedoch nur ungefähr ein Viertel des später vorgesehenen gesamten Complejo Voss dar.

Der Campus ist bewusst außergewöhnlich großzügig geplant. Langfristig wird mit rund 42 m² Fläche je Beschäftigtem gerechnet. Deshalb besteht der Complejo Voss nicht nur aus Büros und Arbeitsplätzen.

Zum Campus gehören auch zahlreiche:

  • Meeting- und Konferenzräume,
  • Fitnessbereiche,
  • Social Spaces,
  • Aufenthaltsräume,
  • Ruheräume,
  • Gemeinschaftsbereiche,
  • großzügige Verkehrs- und Grünflächen.

Das Prinzip orientiert sich an den sehr weitläufigen Unternehmenscampus-Konzepten großer Technologieunternehmen: Die Mitarbeiter sollen sich während des Arbeitstages nicht ausschließlich zwischen Arbeitsplatz und Kantine bewegen, sondern zahlreiche zusätzliche Räume für Kommunikation, Erholung und Bewegung zur Verfügung haben.

Nach dem vollständigen Ausbau sollen im Complejo Voss etwa 6.365 Menschen arbeiten.

Die Architektur ist im weitesten Sinne mediterran geprägt, wird aber an Uruguay angepasst. Trotz der enormen Dimensionen soll der Campus nicht wie ein nüchterner Industrie- oder Büropark erscheinen.

Spätere Erweiterung des Complejo Voss

Die für 628 Millionen Euro errichtete erste Stufe bildet lediglich rund 25 Prozent des langfristigen Gesamtprojekts.

Später werden drei weitere große Komplexe errichtet, sodass die ursprüngliche Anlage schließlich auf ihre vorgesehene Gesamtgröße anwächst.

Für diese zusätzlichen drei Viertel werden nochmals ungefähr 2,828 Milliarden Euro investiert.

Diese spätere Erweiterung gehört nicht zum ursprünglichen ersten Bauprogramm, sondern erfolgt als eigene weitere Ausbauphase.

Der Übergang vom Unternehmenscampus zum Wohngebiet

Zwischen dem Complejo Voss und den ersten großen Wohnbereichen liegen Parkplätze sowie eine ungefähr 250 m lange Park- und Grünanlage.

Dadurch geht der Unternehmenscampus nicht unmittelbar in die Wohnbebauung über. Zwischen beiden Bereichen entsteht eine großzügige grüne Übergangszone.

Danach beginnen die langen Straßenzüge mit den Wohnungen für die Beschäftigten von Bellaventra.

Die Angestelltenwohnungen von Bellaventra

Die Wohnanlagen sind ausschließlich für die Angestellten von Bellaventra vorgesehen.

Sie sind ausdrücklich nicht für die Mitarbeiter des Complejo Voss bestimmt.

Insgesamt entstehen 2.450 Wohneinheiten für die Beschäftigten von Bellaventra. Dort wohnen sowohl uruguayische als auch ausländische Mitarbeiter.

Hugo lässt diese Wohnungen nicht nur bauen, um dem Personal einen extrem kurzen Arbeitsweg zu ermöglichen. Die Wohnqualität ist bewusst hoch angesetzt. Sein Grundgedanke ist, dass Menschen, die täglich in dem außergewöhnlichen Luxus von Bellaventra arbeiten, selbst ebenfalls sehr ordentlich und komfortabel wohnen sollen.

Die Wohnungen verfügen deshalb unter anderem über:

  • Klimaanlagen,
  • Fußbodenheizung,
  • hochwertige deutsche Fenster,
  • moderne Küchen und Badezimmer,
  • hochwertige Materialien und Ausstattung.

Die Wohnanlagen wirken nicht wie klassische Personalunterkünfte, sondern wie ein elegantes, hochwertiges Wohnviertel.

Die langen Reihenhausstraßen

Ein wesentliches Element des gesamten städtebaulichen Konzepts sind die langen Reihenhauszeilen.

Auf beiden Seiten der Straßen stehen zusammenhängende Häuserreihen, die je nach Abschnitt ungefähr 200 bis 700 Meter lang sein können.

Dadurch entstehen lange, einheitliche Straßenzüge. Wer durch das Gebiet fährt, nimmt zunächst lediglich ein sehr großes und gepflegtes Wohnviertel wahr.

Diese Bebauungsform erfüllt gleichzeitig eine zweite Funktion: Sie verbirgt Bellaventra.

Bellaventra liegt hinter einer dieser langen Reihenhauszeilen im großen Innenbereich eines Straßenblocks.

Von der Straße aus kann man deshalb nicht erkennen, dass sich hinter den Häusern ein gewaltiger privater Komplex befindet.

Nicht hinter jeder Häuserzeile liegt Bellaventra. Andere Straßenblöcke bestehen tatsächlich lediglich aus Wohnungen, Grünanlagen und den Einrichtungen des neuen Stadtteils. Gerade dadurch fällt der Block, hinter dem Bellaventra liegt, von außen nicht besonders auf.

Die versteckte Lage von Bellaventra

Bellaventra wird bewusst nicht als freistehender Palast mit einer kilometerlangen hohen Mauer präsentiert.

Wer durch das Viertel fährt, sieht lange Reihenhäuser, gepflegte Straßen, Bäume, Grünanlagen und elegante Straßenbeleuchtung.

Dann gelangt man an ein vergleichsweise unauffälliges, aber hochwertig gestaltetes Hoftor.

Man fährt durch dieses Tor – und erst dahinter öffnet sich die eigentliche Dimension von Bellaventra.

Dieser Effekt ist ausdrücklich gewollt.

Zum einen soll die Ankunft nicht wie die Zufahrt zu einer abgeschotteten Festung wirken. Insbesondere Menschen, die Bellaventra zum ersten Mal besuchen, sollen nicht bereits von außen mit einer riesigen Mauer und einem monumentalen abgeschlossenen Anwesen konfrontiert werden.

Zum anderen entspricht diese Lösung den Vorstellungen der Sicherheitsverantwortlichen. Von öffentlichen Straßen aus sollen weder die tatsächliche Größe noch der genaue Aufbau von Bellaventra unmittelbar erkennbar sein.

Bei der Planung im Jahr 2002 kommt hinzu, dass kleine zivile Drohnen zur alltäglichen Luftbeobachtung noch keine Rolle spielen. Vom Boden aus bleibt die Anlage weitgehend verborgen. Erst aus größerer Höhe wird deutlich, was sich tatsächlich hinter den langen Häuserzeilen befindet.

Bellaventra selbst

Bellaventra bildet den privaten Mittelpunkt dieses gesamten Gebietes.

Für den Bau des Baukörpers mit seinen 125.500 m² werden zunächst 1,77 Milliarden Euro angesetzt.

Im Verlauf des Projekts steigen die Kosten jedoch erheblich. Der endgültige Aufwand beträgt rund 3.550.422.937 Euro.

Der enorme Kostenanstieg ist insbesondere auf die außergewöhnlich hochwertige und aufwendige Innenausstattung zurückzuführen.

Infrastruktur und Erschließung

Für die Angestelltenwohnungen und die gesamte zugehörige Infrastruktur werden insgesamt rund 1,35 Milliarden Euro angesetzt.

Dieser Betrag umfasst nicht nur die Errichtung der 2.450 Wohnungen.

Er umfasst ebenfalls die umfangreichen Versorgungs-, Entsorgungs- und Erschließungskosten des neu entstehenden Gebietes.

Dazu gehören insbesondere:

  • Straßen,
  • Wege,
  • Kanalisation,
  • Wasserver- und Abwasserentsorgung,
  • Kläranlagen,
  • zentrale Klimatechnik,
  • weitere technische Versorgungsanlagen,
  • Parkplätze,
  • Straßenbeleuchtung,
  • Parkanlagen,
  • Grünflächen,
  • sonstige Erschließungsarbeiten.

Auch Schulen, Kindergärten und weitere für den neu entstehenden Stadtteil benötigte Einrichtungen werden in das Gesamtkonzept integriert.

Das Viertel soll dementsprechend nicht wie eine reine Ansammlung von Personalwohnungen aussehen. Es entsteht ein richtiger kleiner Stadtteil mit gepflegten Straßen, großzügigen Grünflächen, Parkanlagen und hochwertiger, elegant gestalteter Straßenbeleuchtung.

Technische Anlagen auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn

Ein erheblicher Teil der großtechnischen Infrastruktur soll optisch und akustisch vom eigentlichen Wohn- und Privatbereich getrennt bleiben.

Deshalb werden auch auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn große Grundstücksflächen erworben.

Dort reicht das Gelände nochmals ungefähr 1.000 Meter von der Autobahn weg.

Auf diesen Flächen werden unter anderem große technische Anlagen untergebracht, beispielsweise:

  • zentrale Klimaanlagen,
  • Kühlanlagen,
  • Ver- und Entsorgungstechnik,
  • weitere technische Betriebseinrichtungen.

Dadurch können die großen technischen Anlagen für Bellaventra und die übrigen Gebäude außerhalb des eigentlichen Wohn- und Repräsentationsgebietes konzentriert werden.

Ursprüngliches Investitionsprogramm

Zu Beginn besteht das unmittelbare Bauprogramm aus drei großen Blöcken:

1,35 Milliarden Euro für die Angestelltenwohnungen einschließlich Versorgung, Entsorgung, Erschließung und zugehöriger Infrastruktur,

628 Millionen Euro für die erste, etwa ein Viertel umfassende Ausbaustufe des Complejo Voss,

1,77 Milliarden Euro für Bellaventra.

Diese drei Einzelbeträge ergeben rechnerisch 3,748 Milliarden Euro

Bis Ende 2025 belaufen sich die tatsächlichen Kosten dieser ersten großen Projektbereiche schließlich auf rund 5,929 Milliarden Euro.

Hinzu kommt später die Erweiterung des Complejo Voss um die noch fehlenden drei Viertel für weitere ungefähr 2,828 Milliarden Euro.

Damit erreicht das gesamte Bau- und Entwicklungsprogramm einschließlich der späteren Voss-Erweiterung schließlich eine Größenordnung von rund 8,757 Milliarden Euro.

Beschäftigung und Größenordnung des Stadtteils

Nach vollständiger Entwicklung sollen in dem Gebiet insgesamt ungefähr 8.812 Menschen arbeiten.

Davon entfallen ungefähr:

6.365 Beschäftigte auf den Complejo Voss

und

2.447 Beschäftigte auf Bellaventra.

Für die Mitarbeiter von Bellaventra stehen 2.450 Wohnungen zur Verfügung.

Das gesamte Projekt ist deshalb am Ende weder lediglich ein Firmencampus noch lediglich das Umfeld eines großen Privathauses.

Es ist ein vollständig geplanter neuer Stadtteil mit Unternehmenscampus, Personalwohnungen, Schulen, Kindergärten, Straßen, Parks, Grünanlagen und eigener technischer Infrastruktur.

Der Complejo Voss bildet dabei den großen Unternehmensstandort. Die langen eleganten Reihenhauszeilen bilden das Wohngebiet für die Angestellten von Bellaventra. Und hinter einem dieser scheinbar normalen Straßenzüge liegt – vom Boden aus fast vollständig verborgen – der eigentliche Komplex Bellaventra.


Bild oben: Straßenzüge der Angestelltenwohnungen  Nordseite

Bild oben: Straßenzüge der Angestelltenwohnungen  Südseite

So sind die Straßenzüge mit den Angestelltenwohnungen von Bellaventra aufgebaut.

Die Wohngebäude stehen in mehreren längeren, einheitlich geplanten Straßenzügen und bilden zusammen ein eigenes hochwertiges Wohnquartier. Die Bebauung ist bewusst niedrig gehalten und besteht ausschließlich aus zweigeschossigen Gebäuden. Es gibt keine großen Wohnblöcke und keine Hochhäuser.

Optisch orientieren sich die Häuser an der gezeigten Referenz: helle Fassaden, dunkle geneigte Dächer, regelmäßig angeordnete Fenster, einzelne Giebel, begrünte Vorgärten, Gehwege und Baumreihen. Dadurch wirken die Straßenzüge geschlossen und einheitlich, aber nicht monoton. Der Gesamteindruck soll eher dem eines gepflegten, gehobenen Wohnviertels entsprechen als dem einer klassischen Werkssiedlung.

Die Wohnungen sind ausschließlich für Angestellte vorgesehen, die direkt in Bellaventra arbeiten. Mitarbeiter des Voss-Komplexes wohnen hier nicht.

Hugos Begründung dafür ist ein wesentlicher Teil des Konzepts: Wer täglich in einem außergewöhnlich luxuriösen und hochwertigen Umfeld arbeitet, soll auch privat in einem angemessenen Wohnumfeld leben. Die Wohnungen werden deshalb nicht als Luxuswohnungen gebaut, liegen aber klar im Bereich der gehobenen Mittelklasse und werden technisch sowie baulich deutlich hochwertiger ausgeführt als gewöhnlicher Personalwohnungsbau.

 


 

Grundform und Orientierung der Gebäude

Zur eindeutigen Beschreibung wird die Straßenseite als Nordseite und die Rückseite als Südseite bezeichnet.

Die Nordseite ist die eigentliche Vorder- und Wohnfassade. Dort befindet sich auch der zentrale Hauseingang.

Die Südseite ist im Erdgeschoss anders aufgebaut, weil sich dort die überdachten Einstellplätze befinden.

Jedes Gebäude besitzt einen mittig angeordneten Eingang. Wer das Gebäude betritt, gelangt direkt in das zentrale Treppenhaus. Von dort kann man nach links oder nach rechts gehen.

 


 

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss befinden sich die Wohnungen ausschließlich auf der Nordseite.

Kommt man durch den Haupteingang in das Treppenhaus und geht nach rechts, erreicht man zuerst eine Zweizimmerwohnung. Geht man weiter, folgt am Ende dieses Gebäudeteils eine Dreizimmerwohnung.

Auf der linken Seite ist die Aufteilung spiegelbildlich.

Dort befindet sich zunächst ebenfalls eine Zweizimmerwohnung und anschließend eine Dreizimmerwohnung.

Damit befinden sich im Erdgeschoss insgesamt:

  • 2 Zweizimmerwohnungen
  • 2 Dreizimmerwohnungen

Alle vier Wohnungen liegen auf der Nordseite.

 


 

Südseite des Erdgeschosses

Die gesamte südliche Hälfte des Erdgeschosses enthält keine Wohnungen.

Dort befinden sich 12 überdachte Einstellplätze für Fahrzeuge.

Diese Stellplätze sind Bestandteil des Gebäudes und nicht einfach ein nachträglich angebauter Carport. Sie liegen konstruktiv unter dem Obergeschoss und werden architektonisch vollständig in das Haus integriert.

Damit besteht das Erdgeschoss im Prinzip aus zwei unterschiedlichen Hälften:

Nordseite: Wohnungen
Südseite: 12 überdachte Einstellplätze

 


 

Obergeschoss

Im Obergeschoss wird die komplette Gebäudetiefe genutzt.

Über den Einstellplätzen der Südseite befinden sich ebenfalls Wohnungen.

Wer über die Treppe nach oben kommt und nach rechts geht, hat zunächst auf der Nordseite eine Zweizimmerwohnung.

Direkt gegenüber befindet sich auf der Südseite ebenfalls eine Zweizimmerwohnung.

Am Ende des Flurs liegen zwei größere Wohnungen:

  • eine Dreizimmerwohnung zur Nordseite
  • eine Dreizimmerwohnung zur Südseite

Auf der linken Seite ist das Gebäude spiegelbildlich aufgebaut.

Auch dort befinden sich:

  • eine Zweizimmerwohnung zur Nordseite
  • eine Zweizimmerwohnung zur Südseite
  • am Ende eine Dreizimmerwohnung zur Nordseite
  • am Ende eine Dreizimmerwohnung zur Südseite

Das Obergeschoss enthält damit insgesamt:

  • 4 Zweizimmerwohnungen
  • 4 Dreizimmerwohnungen

also insgesamt 8 Wohnungen.

 


 

Unterschied zwischen den Zweizimmerwohnungen im Obergeschoss

Die Zweizimmerwohnungen auf der Nord- und Südseite sind nicht exakt gleich groß.

Die beiden Zweizimmerwohnungen auf der Nordseite fallen etwas kleiner aus.

Der Grund dafür ist das zentrale Treppenhaus. Der Treppenaufgang nimmt einen Teil der verfügbaren Grundfläche auf dieser Gebäudeseite ein.

Die beiden Zweizimmerwohnungen auf der Südseite liegen dagegen über den Einstellplätzen und müssen keine entsprechende Fläche an den Treppenaufgang abgeben.

Dadurch können die südlichen Zweizimmerwohnungen etwas größer und großzügiger geplant werden.

Die Dreizimmerwohnungen am Ende der Flure sind davon weitgehend unabhängig und können auf Nord- und Südseite ähnlich groß ausgeführt werden.

 


 

Gesamtaufteilung eines Gebäudes

Ein vollständiges Gebäude besitzt:

Erdgeschoss

  • 2 Zweizimmerwohnungen
  • 2 Dreizimmerwohnungen
  • 12 überdachte Einstellplätze

Obergeschoss

  • 4 Zweizimmerwohnungen
  • 4 Dreizimmerwohnungen

Insgesamt

  • 12 Wohnungen
  • 6 Zweizimmerwohnungen
  • 6 Dreizimmerwohnungen
  • 12 Einstellplätze

Damit steht rechnerisch für jede Wohnung genau ein eigener überdachter Einstellplatz zur Verfügung.

 


 

Vorderseite – Nordfassade

Die Nordseite bildet die eigentliche repräsentative Wohnseite.

Hier befindet sich der zentrale Haupteingang mit dem Treppenhaus.

Links und rechts davon liegen die Wohnungen. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss befinden sich auf dieser Seite Wohnräume.

Von außen wirkt die Nordfassade deshalb wie ein vollständig zweigeschossiges Wohngebäude.

Die Fassadengestaltung orientiert sich an der Referenz:

  • helle Fassaden
  • dunkle geneigte Dächer
  • regelmäßig gegliederte Fenster
  • einzelne Giebel
  • gepflegte Vorgärten
  • Gehwege
  • Grünstreifen
  • Baumreihen

Die Gebäude sollen nicht wie lange Wohnblöcke wirken. Durch die Gliederung der Fassaden und Dächer entsteht eher der Eindruck mehrerer miteinander verbundener hochwertiger Wohnhäuser.

 


 

Rückseite – Südfassade

Die Südseite unterscheidet sich deutlich von der Vorderseite.

Im Erdgeschoss befinden sich dort die 12 überdachten Einstellplätze.

Deshalb ist die untere Hälfte der Rückseite wesentlich offener gestaltet.

Darüber befindet sich das vollständig geschlossene Obergeschoss mit den südlich ausgerichteten Wohnungen.

Von der Rückseite betrachtet entsteht damit eine klare Zweiteilung:

unten: überdachte Einstellplätze
oben: normale Wohnfassade mit Fenstern

Die Stellplätze werden gestalterisch vollständig in das Gebäude eingebunden, damit die Rückseite nicht wie ein separates Parkhaus oder ein nachträglich angesetzter Carport wirkt.

 


 

Bauqualität und Ausstattung

Die Wohnungen werden bewusst hochwertig gebaut.

Sie sollen keine Luxuswohnungen darstellen, aber technisch und baulich klar über gewöhnlichem Wohnungsbau liegen.

Der angestrebte Standard entspricht einer gehobenen Mittelklasse.

Dazu gehören unter anderem:

  • hochwertige Fenster nach deutschem beziehungsweise mitteleuropäischem Qualitätsstandard
  • gute Wärme- und Schalldämmung
  • hochwertige Fensterbeschläge
  • moderne Küchen
  • hochwertige Bäder
  • gute Bodenbeläge
  • hochwertige Türen
  • langlebige technische Installationen
  • Klimatisierung
  • Fußbodenheizung

Auch bei Materialien und Verarbeitung soll nicht auf den billigsten Standard zurückgegriffen werden.

Hugo legt Wert darauf, dass die Wohnungen langfristig hochwertig wirken und nicht bereits nach wenigen Jahren den Charakter einfachen Personalwohnungsbaus bekommen.

 


 

Zentrale Klima- und Energieversorgung

Die Gebäude werden an das zentrale Klimahaus angeschlossen, das für Bellaventra und den Voss-Komplex errichtet wird.

Die Angestelltenwohnungen werden damit in dieselbe übergeordnete technische Infrastruktur eingebunden.

Alle Wohnungen verfügen über eine Klimaanlage beziehungsweise zentrale Klimatisierung.

Zusätzlich erhalten sämtliche Wohnungen Fußbodenheizung.

Dadurch können die Räume das ganze Jahr über gleichmäßig temperiert werden.

Die technische Ausstattung ist damit deutlich aufwendiger als bei gewöhnlichen Mitarbeiterwohnungen, soll aber bewusst nicht den Ausstattungsstandard von Bellaventra selbst erreichen.

 


 

Hugos Begründung

Für Hugo ist die Wohnanlage kein gewöhnliches Mitarbeiterprogramm.

Sein Grundgedanke lautet sinngemäß:

Wer bei mir im Luxus arbeitet, soll selbst auch in einem angemessenen und hochwertigen Umfeld leben.

Die Angestellten von Bellaventra verbringen einen großen Teil ihres Arbeitstages in einem außergewöhnlich hochwertigen Gebäude mit entsprechendem Komfort und einer sehr hohen baulichen Qualität.

Hugo hält es deshalb für unpassend, wenn diese Mitarbeiter nach Feierabend in einfache, schlecht ausgestattete oder technisch veraltete Wohnungen zurückkehren müssten.

Die Wohnungen sollen nicht luxuriös sein.

Sie sollen aber komfortabel, hochwertig, modern und dauerhaft gut gebaut sein.

Genau deshalb verbindet die Anlage eine relativ kompakte und wirtschaftliche Bauweise mit einem deutlich gehobenen Ausstattungsstandard.

 


 

Charakter der gesamten Straßenzüge

Mehrere dieser Gebäude werden entlang längerer Straßen wiederholt.

Dadurch entstehen vollständige Straßenzüge mit einheitlicher Architektur.

Trotz der großen Zahl an Wohnungen bleibt das gesamte Viertel konsequent zweigeschossig.

Die niedrige Bebauung, die gepflegten Grünflächen, Baumreihen, Gehwege und die gegliederten Fassaden verhindern, dass der Eindruck einer dicht bebauten Arbeitersiedlung entsteht.

Das Wohnviertel soll vielmehr wie ein bewusst geplantes, hochwertiges und ruhiges Wohngebiet wirken.

Es ist kein Luxusviertel, aber ebenso wenig eine einfache Personalunterkunft.

Es ist ein gehobenes Wohnquartier speziell für die Angestellten von Bellaventra, dessen baulicher und technischer Standard bewusst zum Umfeld ihres Arbeitsplatzes passt.

Bild oben: Angestelltenwohnung direkt am Bellaventrabaukörper 

Abweichung zu den normalen Straßenzügen

Diese Bebauung unterscheidet sich von den normalen Straßenzügen der Bellaventra-Angestelltenwohnungen.

Sie liegt direkt am Baukörper von Bellaventra und zieht sich einmal um den gesamten Komplex herum. Von außen erscheint deshalb nicht der eigentliche Hauptbaukörper, sondern eine durchgehende Reihe kleiner, hochwertig gestalteter Stadthäuser beziehungsweise Reihenhäuser.

Jeder Abschnitt besitzt nur eine echte Außenseite. Die jeweils andere Seite grenzt unmittelbar an Bellaventra und seine innenliegenden Höfe und Riad-Bereiche. Je nach Lage am Komplex zeigt die sichtbare Fassade nach Norden, Süden, Osten oder Westen.

Aufbau der Häuser

Die Häuser stehen direkt aneinander. Es gibt keine freistehenden Einheiten und keine sichtbaren Lücken zwischen den Gebäuden.

Die einzelnen Abschnitte dürfen unterschiedlich aufgebaut sein:

- kleine Reihenhäuser ohne Garage
- Reihenhäuser mit eigener Garage
- breitere Einheiten mit mehreren Wohnungen
- Abschnitte mit gemeinsamem Flur und Treppenhaus
- größere Tor- oder Garagenöffnungen

Bei einer größeren Einheit kann man beispielsweise durch einen gemeinsamen Eingang in ein Treppenhaus gelangen und von dort mehrere Wohnungen im Erd- und Obergeschoss erreichen. Je nach Breite des Abschnitts sind auch größere Einheiten mit mehreren Wohnungen möglich.

Andere Abschnitte funktionieren dagegen wie normale kleine Reihenhäuser mit eigenem Eingang und gegebenenfalls eigener Garage.

Die Fenster liegen grundsätzlich nur auf der jeweiligen Außenseite. Innenliegende Bereiche werden für Flure, Treppen, Bäder, Abstellräume, Technik und andere Nebenräume genutzt.

Architektonische Wirkung

Von außen soll die Bebauung wie ein hochwertiger, normaler Straßenzug wirken.

Die Fassaden können sich leicht unterscheiden. Einzelne Häuser dürfen breiter oder schmaler sein, andere Giebel besitzen oder unterschiedlich große Garagen haben. Dadurch entsteht keine vollkommen gleichförmige Häuserzeile.

Diese Unterschiede sind gewollt, weil größere Toröffnungen dadurch weniger auffallen.

Garagen und verdeckte Zufahrten

Entlang der Häuserzeile gibt es bewusst eine größere Zahl normaler Garagen und Tore.

Zwischen diesen befinden sich insgesamt sechs tatsächliche Fahrzeugzugänge von Bellaventra:

- 2 Zufahrten zum Ankunftsinnenhof
- 4 Zufahrten beziehungsweise Ausfahrten zu den Fluchtwegen

Die vier Fluchtwege verlaufen innerhalb des Komplexes parallel zum Baukörper und treffen an verschiedenen Stellen auf die äußere Bebauung.

Die sechs tatsächlichen Zugänge werden so gestaltet, dass sie von außen wie gewöhnliche Garagen, Doppelgaragen oder größere Hausdurchfahrten erscheinen.

Gerade weil daneben zahlreiche echte Garagen vorhanden sind, soll nicht erkennbar sein, welche Öffnung lediglich zu einem Haus gehört und welche tatsächlich in Bellaventra führt.

Gesamtfunktion

Die umlaufende Reihenhausbebauung erfüllt damit mehrere Aufgaben gleichzeitig.

Sie bildet eine hochwertige äußere Fassade für den gesamten Bellaventra-Komplex, schafft zusätzlich nutzbare Wohn- und Nebenflächen und verschleiert die tatsächlichen Zufahrten.

Von außen soll deshalb vor allem ein zusammenhängender, hochwertiger Straßenzug wahrgenommen werden. Erst wer den inneren Aufbau kennt, weiß, welche Tore normale Garagen sind und welche zu den inneren Bereichen von Bellaventra führen. 

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