Côte d'Azur 

Hugos erste Wohnung in Monaco

Claire mietet für Hugo in Fontvieille eine knapp 72 Quadratmeter große Wohnung in einem 1985 errichteten Gebäude. Die Wohnung liegt in einem der oberen Stockwerke. Zum Apartment gehört ein großer Doppelparkplatz innerhalb des Gebäudes.

Die Wohnung ist hell, modern und für Monaco komfortabel, wirkt aber keineswegs wie die spätere Wohnwelt Hugos. Sie ist überschaubar und funktional. Gerade dadurch passt sie zu dieser Phase seines Lebens: Hugo verfügt bereits über erhebliches Vermögen, lebt aber noch nicht in dem repräsentativen Luxus, der sich erst später entwickelt.

Beim Betreten der Wohnung gelangt man zunächst in eine Diele. Unmittelbar zur linken Hand öffnet sich die Küche. Sie ist nicht als abgeschlossener Raum konzipiert, sondern offen und in den anschließenden Wohnbereich integriert. Auf der rechten Seite der Diele befindet sich dagegen ein separater Hauswirtschaftsraum, sodass Waschmaschine, Vorräte und die praktischen Dinge des Haushalts aus dem eigentlichen Wohnbereich verschwinden.

Von der Diele führt der Weg geradeaus weiter in den Essbereich. Hier öffnet sich die Wohnung erstmals vollständig nach außen. Vom Esstisch aus blickt man durch die großen Glasflächen auf die Terrasse und weiter hinaus Richtung Meer.

Die Außenfläche ist dabei nicht einfach nur ein Balkon. Ein Teil liegt geschützt unter der darüberliegenden Gebäudestruktur und bildet damit eine überdachte Loggia; der andere Teil ist nach oben offen und hat stärker den Charakter einer Terrasse. Dadurch gibt es sowohl einen geschützten Außenbereich als auch einen offenen Bereich unter freiem Himmel.

Vom Essbereich führt der Grundriss nach rechts weiter in das Wohnzimmer. Essen und Wohnen sind räumlich miteinander verbunden, bilden aber dennoch zwei wahrnehmbare Bereiche. Das Wohnzimmer liegt etwas zurückgezogen und wirkt dadurch privater als der Essbereich unmittelbar hinter der Diele. Die großen Fenster und Schiebetüren sorgen auch hier dafür, dass Tageslicht und der Blick nach draußen die Atmosphäre bestimmen.

Die Einrichtung ist modern und zurückhaltend. Helle Flächen, klare Linien und vergleichsweise wenige Möbel lassen die Wohnung größer und offener erscheinen, als ihre knapp 72 Quadratmeter zunächst vermuten lassen. Es entsteht kein schwerer, klassischer Luxus. Die Wirkung kommt vielmehr durch Licht, Aussicht, die großen Glasflächen und die Verbindung zwischen Innen- und Außenraum zustande.

Vom Wohnzimmer gelangt man weiter in den privaten Schlafbereich. Damit liegt das Schlafzimmer nicht unmittelbar am Wohnungseingang, sondern hinter dem eigentlichen Wohnbereich. Besucher bewegen sich zunächst durch Diele, Ess- und Wohnzimmer; der Schlafbereich bleibt davon räumlich getrennt.

Zum Schlafbereich gehören das Schlafzimmer sowie die unmittelbar angeschlossenen Sanitärbereiche. Dabei besitzt die Wohnung eine ungewöhnliche Aufteilung von Badezimmer und Gäste-WC.

Das Gäste-WC enthält eine Toilette und ein eigenes Waschbecken. Das eigentliche Badezimmer besitzt dagegen keine zusätzliche Toilette. Dort befinden sich ausschließlich Badewanne, separate Dusche und Waschbecken.

Damit teilen sich Gäste-WC und Badezimmer funktional **eine einzige Toilette**: Wer lediglich die Toilette benutzen möchte, geht in das separate WC; das Badezimmer dient ausschließlich zum Baden, Duschen und Waschen. Auch Hugo benutzt also dieselbe Toilette, die bei Besuch als Gäste-WC dient.

Das Schlafzimmer selbst ist Teil dieses deutlich privateren hinteren Bereichs der Wohnung. Trotz der relativ kleinen Gesamtfläche entsteht dadurch eine klare Abfolge: **Eingang und Versorgung – Essen – Wohnen – Schlafen und Bad.** Je weiter man sich durch die Wohnung bewegt, desto privater werden die Räume.

Die Wohnung besitzt dadurch eine für Hugo passende Atmosphäre. Sie ist hochwertig und liegt ausgezeichnet, aber sie ist noch keine Demonstration seines Vermögens. Kein Penthouse, keine riesigen Empfangsräume und keine repräsentative Raumfolge. Der eigentliche Luxus besteht zu diesem Zeitpunkt vor allem aus der Lage in Fontvieille, dem Licht, dem Meerblick, der Terrasse beziehungsweise Loggia, dem Concierge und dem ungewöhnlich großzügigen Doppelparkplatz innerhalb des Gebäudes.

Sie ist damit glaubwürdig Hugos erste Wohnung in Monaco: **knapp 72 Quadratmeter, ein Schlafzimmer, offener Küchenbereich, Essbereich, Wohnzimmer, Hauswirtschaftsraum, Badezimmer, separates WC, teilweise überdachte Loggia beziehungsweise Terrasse und Doppelparkplatz.


Hugos Gästewohnung im Palazzo Leonardo

Nachdem Hugo sich im September 1999 endgültig in Monaco niedergelassen hat, lebt er zunächst weiterhin in seiner ersten, knapp 72 Quadratmeter großen Wohnung. Sie genügt ihm selbst vollkommen, ist jedoch zu klein, sobald seine Familie für mehrere Tage nach Monaco kommt.

Deshalb mietet Hugo Anfang 2000, wenige Monate nach seinem Umzug nach Monaco und nach dem großen finanziellen Sprung durch den Verkauf seiner EM.TV-Beteiligung, zusätzlich eine 109 Quadratmeter große Gästewohnung im Palazzo Leonardo. Sie ist ausdrücklich nicht als neue Wohnung für ihn selbst gedacht. Zunächst dient sie ausschließlich dazu, seiner Familie und engen persönlichen Gästen eine eigene Unterkunft zur Verfügung stellen zu können. Seine Mutter kann dort ebenso wohnen wie Svenja mit ihrer Tochter Christina oder sein Bruder. Niemand aus seiner unmittelbaren Familie muss bei einem Besuch in Monaco in einem Hotel untergebracht werden.

Die Gästewohnung ist mit 109 Quadratmetern deutlich größer als Hugos eigene Wohnung. Ihre grundsätzliche Raumfolge ähnelt dennoch derjenigen, die Hugo aus seiner eigenen Wohnung kennt.

Vom Eingang gelangt man zunächst in eine Diele. Auf der linken Seite befindet sich die offene Küche, während auf der rechten Seite der Hauswirtschaftsbereich untergebracht ist. Dadurch bleiben Waschmaschine, Vorräte und andere praktische Dinge aus dem eigentlichen Wohnbereich herausgehalten.

Geradeaus öffnet sich die Wohnung zum Essbereich. Von hier aus entsteht durch die großen Glasflächen bereits die Verbindung nach draußen. Die Außenfläche setzt die Wohnung optisch fort und bringt viel Licht in den zentralen Wohnbereich.

Vom Essbereich führt der Weg weiter in das Wohnzimmer. Küche, Essen und Wohnen bilden damit eine zusammenhängende Raumfolge, ohne dass die einzelnen Funktionen vollständig ineinander verschwimmen. Das Wohnzimmer liegt etwas geschützter und bildet den Übergang vom offenen Bereich der Wohnung zu den privaten Räumen.

Dahinter beginnt der Schlafbereich. Anders als Hugos eigene kleinere Wohnung endet die Raumfolge hier jedoch nicht. Die größere Grundfläche ermöglicht einen weiteren privaten Bereich: Hinter dem ersten Schlafzimmer beziehungsweise Schlafbereich schließt sich zusätzlich die Hauptsuite an. Damit stehen zwei voneinander getrennte Schlafmöglichkeiten zur Verfügung. Gerade für Familienbesuche ist das wichtig. Svenja und Christina können beispielsweise gemeinsam in der Wohnung untergebracht werden, ohne dass das Wohnzimmer nachts zum Schlafraum werden muss.

Die Einrichtung entspricht bewusst dem Stil von Hugos eigener Wohnung. Auch im Palazzo Leonardo wird die Gästewohnung nicht mit schwerem, demonstrativem Luxus ausgestattet. Sie ist modern, hell und klar eingerichtet. Helle Oberflächen, große Fensterflächen, geradlinige Möbel und eine vergleichsweise zurückhaltende Dekoration bestimmen die Räume. Das Licht und die Großzügigkeit der Wohnung sollen wirken, nicht eine Ansammlung kostbarer Einzelstücke.

Dadurch besitzt die Wohnung trotz ihrer 109 Quadratmeter eine eher ruhige Atmosphäre. Sie wirkt hochwertig und ausgesprochen komfortabel, aber nicht wie eine Hotelsuite. Das ist für Hugo entscheidend: Seine Familie soll bei ihm in Monaco eine eigene Wohnung haben und nicht das Gefühl bekommen, in einer von ihm bezahlten Hotelunterkunft zu wohnen.

Zur Gästewohnung gehören außerdem zwei Stellplätze innerhalb des Palazzo Leonardo. Auch bei längeren Familienbesuchen ist die Wohnung damit vollständig unabhängig von Hugos eigener Wohnung und seinen eigenen Stellplätzen nutzbar.

Bemerkenswert ist zu diesem Zeitpunkt der Unterschied zwischen Hugos eigener und der für seine Gäste vorgesehenen Unterkunft: Hugo selbst lebt weiterhin auf knapp 72 Quadratmetern, während er für seine Familie bereits eine 109 Quadratmeter große Wohnung im Palazzo Leonardo bereithält. Sein stark gestiegenes Vermögen führt also nicht unmittelbar dazu, dass er seine eigene Wohnsituation verändert.

Das geschieht erst später. Während des gesamten Jahres 2000 bleibt die Wohnung im Palazzo Leonardo zunächst Gästewohnung. Hugo behält seine bisherige Wohnung als persönlichen Lebensmittelpunkt.

Erst im Frühjahr 2001 zieht Hugo schließlich selbst in den Palazzo Leonardo. Damit endet nach ungefähr anderthalb Jahren die Phase seiner ersten, vergleichsweise kleinen Monaco-Wohnung. Der Umzug markiert den nächsten Schritt seiner persönlichen und finanziellen Entwicklung. Die deutlich größere Wohnung, die er selbst im Palazzo Leonardo bezieht, ist jedoch von dieser 109-Quadratmeter-Gästewohnung zu unterscheiden.

Hugos zweite Wohnung im Palazzo Leonardo – ab Frühjahr 2001

Im Frühjahr 2001 gibt Hugo seine erste, vergleichsweise kleine Wohnung in Monaco auf und zieht in seine wesentlich größere Wohnung im Palazzo Leonardo. Die neue Wohnung verfügt über rund 710 Quadratmeter Wohnfläche und gehört zu den außergewöhnlich großen Wohnungen des Gebäudes. Zu ihr gehören außerdem fünf Stellplätze in der Tiefgarage, sodass Hugo dort neben seinen eigenen Fahrzeugen auch weitere Fahrzeuge seines unmittelbaren Umfelds unterbringen kann. Das Gebäude verfügt über einen Concierge, der den Zugang zum Haus und den Empfang von Besuchern mit organisiert.

Während seine erste Wohnung vor allem praktisch gewesen war und zu seinem schnellen Einstieg in Monaco gepasst hatte, soll die neue Wohnung erstmals dauerhaft seinen inzwischen erreichten Lebensstandard widerspiegeln. Hugo will dabei jedoch keine Wohnung, die lediglich durch ihre Größe und teure Einzelmöbel luxuriös wirkt. Die gesamte Innenarchitektur soll von Anfang an als zusammenhängendes Konzept geplant werden.

Für die vollständige innenarchitektonische Gestaltung beauftragt Hugo Alberto Pinto. Für den Innenausbau und die komplette Einrichtung stellt Hugo umgerechnet rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind die aufwendige innenarchitektonische Gestaltung, maßgefertigte Einbauten und Möbel, Wandverkleidungen, Naturstein- und Holzarbeiten, Beleuchtung, Teppiche, Vorhänge und die weitere Ausstattung der Wohnung. Pinto richtet damit nicht lediglich eine bereits fertige Wohnung ein, sondern gestaltet das Innere bis in die einzelnen Räume hinein als geschlossenes Gesamtkonzept.

Hugo möchte ausdrücklich keine Wohnung, die trotz ihres Preises am Ende lediglich aus weißen Wänden, hellen Böden und einer Ansammlung cremefarbener Designermöbel besteht. Die großen Fensterflächen, das Licht Monacos und die Aussicht liefern bereits genügend Helligkeit. Im Inneren darf die Wohnung deshalb wesentlich kräftiger und wärmer werden.

Pinto entwickelt für Hugo ein geschlossenes Gesamtkonzept. Helle Flächen werden mit **dunklem Holz, Grau, Anthrazit, Braun und einzelnen schwarzen Elementen** kombiniert. Naturstein trifft auf Holz, Glas und Metall. Neben hellen Sofas stehen bewusst dunklere Sessel und Tische. Maßgefertigte Einbauten, Wandverkleidungen, Teppiche, Vorhänge und Beleuchtung werden aufeinander abgestimmt. Manche Räume bleiben offen und hell, andere werden bewusst dunkler und intimer gestaltet.

Die Wohnung soll dadurch luxuriös wirken, ohne steril zu sein. Man erkennt, dass nicht einfach teure Möbel gekauft und in die Räume gestellt wurden, sondern dass **Grundriss, Materialien, Möbel und Beleuchtung gemeinsam geplant worden sind**.

Der Zugang zur Wohnung

Ein besonderes Merkmal ist bereits die Erschließung.

Hugos Aufzug besitzt auf dieser Etage **zwei gegenüberliegende Ausgänge**. Öffnet sich der Aufzug nach Süden, gelangt man zunächst in einen kleinen **Vorraum**. Dieser bildet den normalen privaten und repräsentativen Eingang zur Wohnung. Von dort geht es unmittelbar in das große Wohnzimmer.

Der Aufzug kann jedoch ebenfalls auf seiner **Nordseite** geöffnet werden. Dort gelangt man direkt in den Korridor des östlichen und privaten Wohnungsteils. Damit können bestimmte Räume erreicht werden, ohne dass man zunächst durch Wohnzimmer, TV-Lounge oder Essbereich gehen muss.

Das ist von Hugo ausdrücklich so gewollt. Frauen, die er zu sich kommen lässt und die unmittelbar in seinen Sexraum gehen sollen, können auf der Nordseite des Aufzugs aussteigen und über den Korridor direkt dorthin gelangen. Sie müssen nicht durch die repräsentativen Gesellschaftsräume der Wohnung geführt werden.

- Das große Wohnzimmer

Vom südlichen Aufzugsausgang gelangt man über den Vorraum unmittelbar in das **große Wohnzimmer**.

Es bildet den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Wohnung und öffnet sich zur Aussicht auf die **Marina von Cap-d’Ail**. Die Einrichtung ist großzügig, ohne dass Pinto versucht, jede freie Fläche mit Möbeln zu füllen.

Mehrere große Sofas und Sessel bilden eine zusammenhängende Sitzlandschaft. Dabei werden bewusst unterschiedliche Helligkeiten kombiniert: Ein helleres Sofa kann dunkleren Sesseln gegenüberstehen; dunkle Beistelltische und niedrige Couchtische aus Holz oder anderen hochwertigen Materialien setzen sich von helleren Teppichen und Wandflächen ab.

Große, eigens für den Raum ausgewählte Teppiche fassen die Sitzgruppen optisch zusammen. Einzelne Kunstwerke und dekorative Objekte setzen Akzente, ohne dass das Wohnzimmer zu einem Ausstellungsraum wird.

Die Fenster und die Aussicht bleiben ein wesentlicher Teil der Gestaltung. Die Möbel werden deshalb so angeordnet, dass der Blick nach draußen nicht verstellt wird.

- Die Zigarrenlounge

Geht man vom Wohnzimmer nach **Osten**, gelangt man in die **Zigarrenlounge**.

Hier verändert sich die Atmosphäre deutlich. Pinto gestaltet diesen Raum dunkler, wärmer und intimer als das Wohnzimmer. **Dunkles Holz, Braun-, Grau- und Anthrazittöne** dominieren stärker. Bequeme, tiefere Sessel und kleinere Tische schaffen einen Raum, in dem Hugo mit wenigen Personen zusammensitzen kann.

Die Zigarrenlounge soll nicht wie ein formeller Salon wirken. Sie ist ein Rückzugsraum innerhalb der großen Wohnung.

Besonders wichtig ist ihre Lage. Von hier aus hat Hugo sowohl **Blick auf das Mittelmeer als auch auf die Marina von Cap-d’Ail**. Pinto richtet die Sitzmöbel entsprechend aus, sodass die Aussicht Teil des Raumes wird.

- Der Fitnessraum

Durch die Zigarrenlounge gelangt man weiter nach Norden unmittelbar in den **Fitnessraum**.

Auch er liegt an der Außenseite der Wohnung und bietet **Blick auf das Mittelmeer**. Die Einrichtung ist naturgemäß funktionaler als in den Wohnräumen. Trainingsgeräte bestimmen den Raum, werden aber nicht einfach wahllos aufgestellt. Spiegel, Beleuchtung, Boden und Stauraum werden in das Gesamtkonzept integriert.

Dunklere Elemente und Holzdetails greifen die Gestaltung der übrigen Wohnung wieder auf. Hugo soll auch hier nicht das Gefühl haben, aus seiner Wohnung plötzlich in ein gewöhnliches Fitnessstudio zu treten.

- Die TV-Lounge

Geht man vom großen Wohnzimmer nicht nach Osten, sondern nach **Westen**, gelangt man in die **TV-Lounge**.

Sie ist wesentlich informeller als das Wohnzimmer. Während das Wohnzimmer auch für Gäste und größere Einladungen gedacht ist, ist die TV-Lounge ein Raum, den Hugo im Alltag benutzt.

Hier stehen besonders tiefe und bequeme Sofas und Sessel im Vordergrund. Die Farben können dunkler sein als im Wohnzimmer. Grau, Anthrazit, dunkles Braun und Holz sorgen dafür, dass der Raum am Abend gemütlicher und geschlossener wirkt.

Fernseher und technische Geräte werden soweit möglich in die Architektur beziehungsweise in maßgefertigte Einbauten integriert. Der Raum soll nicht um einen sichtbar aufgestellten Fernseher herumgebaut wirken.

- Der Essbereich

Von der TV-Lounge führt der Weg weiter **nach Norden in den Essbereich**.

Im Mittelpunkt steht ein großer Esstisch. Pinto setzt auch hier bewusst auf Materialkontraste. Der Tisch kann aus dunklem beziehungsweise kräftig gemasertem Holz bestehen und wird mit hochwertigen gepolsterten Stühlen kombiniert.

Über dem Tisch sorgt eine eigens ausgewählte Leuchte für einen klaren Mittelpunkt. Abends kann der Essbereich dadurch wesentlich intimer beleuchtet werden als tagsüber.

Der Raum bleibt Teil der offenen gesellschaftlichen Abfolge aus Wohnzimmer, TV-Lounge und Essen, besitzt durch Möbel, Teppich und Beleuchtung aber einen klar definierten eigenen Charakter.

- Die Küche

Unmittelbar **nördlich des Essbereichs** befindet sich die große Küche.

Auch sie wird von Pinto in die Gesamtgestaltung einbezogen. Die Küche soll nicht wie ein nachträglich eingesetzter weißer Funktionsblock wirken. Hochwertige Einbauten, Holz, dunklere Fronten beziehungsweise Akzente und Naturstein-Arbeitsflächen greifen Materialien der übrigen Wohnung wieder auf.

Geräte werden soweit möglich in die Schrankanlagen integriert. Arbeitsflächen bleiben großzügig und klar.

Da Hugo Personal beschäftigt und die Wohnung auch für Einladungen nutzt, ist die Küche nicht nur für gelegentliches privates Kochen ausgelegt, sondern muss ebenso professionellen Service ermöglichen.

- Hauswirtschaftsraum

Direkt **nördlich der Küche** befindet sich der **Hauswirtschaftsraum**.

Hier werden jene praktischen Funktionen konzentriert, die Hugo in den eigentlichen Wohnräumen nicht sehen möchte. Vorräte, Wäsche, Reinigungsutensilien und weitere Dinge des täglichen Betriebs können dort untergebracht werden.

Damit bleibt die funktionale Seite einer derart großen Wohnung räumlich vom repräsentativen Teil getrennt.

- Schlafzimmer 2

Weiter nach Norden folgt **Schlafzimmer 2**.

Es besitzt ein eigenes kleines En-Suite-Badezimmer und wird zum Zimmer von Hugos Haushälterin. Die Lage unmittelbar beim Hauswirtschaftsraum und in der Nähe der Küche ist dafür besonders praktisch. Für Hugo ist das zugleich eine Veränderung gegenüber seinen bisherigen Wohnungen: Zum ersten Mal gewöhnt er sich daran, dauerhaft mit eigenem Personal in derselben Wohnung zu leben. 

Pinto richtet auch dieses Zimmer vollständig ein. Es bekommt ein großes Bett mit hochwertigem gepolstertem Kopfteil, Nachttische, eigene Beleuchtung, Schränke und einen kleinen Sitzbereich beziehungsweise Sessel.

Auch hier besteht die Einrichtung nicht ausschließlich aus Weiß und Beige. Holz, Grau und gedeckte Stoffe geben dem Raum Wärme. Das En-Suite-Badezimmer greift mit Naturstein, Holz und hochwertigen Armaturen die Materialien der übrigen Wohnung auf.

- Schlafzimmer 1

Noch weiter **nördlich** befindet sich **Schlafzimmer 1**, ebenfalls mit eigenem **En-Suite-Badezimmer**.

Es ist als vollwertiges Schlafzimmer eingerichtet und nicht als provisorischer Übernachtungsraum. Bett, Schränke, Beleuchtung, Teppiche und Sitzmöbel sind Teil des von Pinto entworfenen Gesamtkonzepts. Hugo kann hier einen privaten Übernachtungsgast unterbringen, insbesondere eine Frau, die bei ihm bleibt, ohne dafür sein eigenes Schlafzimmer zur Verfügung stellen zu müssen. Durch das eigene En-Suite-Badezimmer bleibt der Raum weitgehend unabhängig vom übrigen privaten Bereich der Wohnung.

- Hugos Arbeitszimmer

Vom nördlichen Bereich gelangt man nach **Osten in Hugos Arbeitszimmer**.

Dieser Raum bekommt einen deutlich männlicheren und konzentrierteren Charakter. Ein großer Schreibtisch bildet den Mittelpunkt. Pinto verwendet hier stärker **dunkles Holz**, kombiniert mit hochwertigen Wand- und Schrankflächen.

Maßgefertigte Einbauschränke nehmen Unterlagen, Bücher und persönliche Gegenstände auf. Vor beziehungsweise neben dem Schreibtisch befindet sich eine kleine Sitzgruppe, sodass Hugo auch Personen zu einem vertraulichen Gespräch empfangen kann, ohne dafür in einen der großen Gesellschaftsräume gehen zu müssen.

Das Arbeitszimmer ist bewusst kein zweites Firmenbüro. Es bleibt ein privates Arbeitszimmer innerhalb seiner Wohnung.

- Die Ankleide

Geht man weiter nach Osten, gelangt man vom Arbeitszimmer in Hugos große **Ankleide**.

Sie ist als eigener begehbarer Raum ausgeführt und vollständig mit maßgefertigten Schrankanlagen ausgestattet. Anzüge, Hemden, Mäntel, Schuhe und Accessoires erhalten jeweils eigene Bereiche.

Dunkle beziehungsweise mitteltonige Holzoberflächen, Glas, Spiegel und eine präzise Beleuchtung geben der Ankleide einen wesentlich hochwertigeren Charakter als einem gewöhnlichen begehbaren Kleiderschrank.

Die Beleuchtung ist so geplant, dass Hugo Kleidung und Farben tatsächlich beurteilen kann. Gleichzeitig bleibt die Ankleide optisch Teil des privaten Masterbereichs.

Von hier gelangt man unmittelbar in sein Schlafzimmer.

- Hugos Schlafzimmer

**Hugos Schlafzimmer** ist deutlich größer und aufwendiger gestaltet als die beiden anderen Schlafzimmer, ohne überladen zu werden.

Pinto schafft einen ruhigen Raum aus Holz, Grau-, Braun- und warmen Naturtönen. Das große Bett bildet den Mittelpunkt. Ein individuell gefertigtes Kopfteil, Nachttische und Leuchten werden aufeinander abgestimmt.

Ein Teppich nimmt dem großen Raum Härte. Sessel beziehungsweise eine kleine private Sitzgelegenheit ergänzen die Einrichtung.

Auch hier gilt das Grundprinzip der gesamten Wohnung: Nicht alles ist hell. Dunklere Möbel stehen vor helleren Wandflächen; Holz gibt Wärme, während graue und anthrazitfarbene Stoffe für Tiefe sorgen. Die unterschiedlichen Materialien verhindern, dass Hugos Schlafzimmer wie eine Hotelsuite aussieht.

- Hugos großes Badezimmer

Vom Schlafzimmer führt der Weg nach **Süden in Hugos privates Badezimmer**.

Dieses ist erheblich größer als die En-Suite-Bäder der anderen Schlafzimmer. Zentrum ist die große **Whirlpool-Badewanne**. Daneben befindet sich eine großzügige separate **Dusche**.

Naturstein bestimmt einen wesentlichen Teil der Oberflächen. Holz und dunklere Einbauten verhindern gleichzeitig, dass das Bad vollständig weiß oder marmoriert und dadurch kühl wirkt.

Waschbecken, Spiegel und Beleuchtung werden als zusammenhängende Anlage gestaltet. Handtücher, Pflegeprodukte und andere Dinge verschwinden in Einbauten und Schränken.

**Toilette und Bidet liegen in einem nochmals separat abgetrennten Raum.** Sie sind deshalb vom eigentlichen Badezimmer aus nicht unmittelbar sichtbar.

- Hugos Sexraum

Geht man vom Badezimmer weiter **nach Süden**, gelangt man in **Hugos Sexraum**.

Auch dieser Raum wird von Pinto vollständig gestaltet und nicht einfach mit einigen speziellen Möbeln ausgestattet. Hugo möchte ausdrücklich, dass er architektonisch und gestalterisch genauso hochwertig ausgeführt wird wie der Rest der Wohnung.

Die Atmosphäre ist jedoch deutlich anders. Der Raum ist **dunkler und intimer**. Dunkles Holz, Anthrazit, Grau und tiefere Braun- beziehungsweise gedeckte Farbtöne bestimmen den Eindruck. Die Beleuchtung ist wesentlich stärker steuerbar und zurückhaltender als in den großen Wohnräumen.

Pinto richtet den Raum von Anfang an speziell für diesen Zweck ein. Mittelpunkt ist ein großes Bett. An der Wand hinter dem Kopfteil sowie an der Decke unmittelbar über dem Bett befinden sich großflächige Spiegel, die fest in die Gestaltung des Raumes integriert sind. Die übrigen Möbel werden ebenfalls auf die besondere Nutzung abgestimmt, bleiben aber Bestandteil eines hochwertigen, architektonisch geplanten Innenraums. Der Sexraum soll deshalb nicht wie ein nachträglich eingerichteter Themenraum wirken, sondern wie ein bewusst entworfener Teil von Hugos privater Suite.

Für Hugo hat die Trennung zugleich einen sehr praktischen persönlichen Grund. Er ekelt sich stark vor Körperflüssigkeiten und möchte Sexualität deshalb räumlich von seinem eigentlichen Schlafzimmer trennen. Sein eigenes Bett und sein Schlafzimmer bleiben für ihn ein sauberer, privater Rückzugsbereich. Sex findet deshalb grundsätzlich in dem dafür vorgesehenen separaten Raum statt. Der Raum kann anschließend unabhängig von seinem Schlafzimmer gereinigt und wieder vollständig hergerichtet werden.

Zu diesem Raum gehört außerdem ein **separater Schrank beziehungsweise abgetrennter Aufbewahrungsbereich für Sexspielzeug**. Dadurch können sämtliche Gegenstände geschlossen und geordnet untergebracht werden.

Die Position des Raumes ist ebenso bewusst gewählt wie seine Einrichtung. Durch die **Nordöffnung von Hugos Aufzug** können Frauen unmittelbar in den angrenzenden Korridor gelangen. Von dort erreichen sie den Sexraum, ohne durch das große Wohnzimmer, die TV-Lounge oder den Essbereich gehen zu müssen.

- Dachterrasse und Servicewege

Ein weiterer wichtiger Teil des Grundrisses ist der **Treppenaufgang zur Dachterrasse**.

Dieser besitzt zwei voneinander getrennte Zugänge. Hugo und seine Gäste können ihn unmittelbar aus dem Wohnungsbereich erreichen. Gleichzeitig besteht ein Zugang vom **Personal- und Servicebereich**.

Dadurch können Gärtner, Reinigungspersonal und andere Angestellte unabhängig von Hugo auf die Dachterrasse gelangen.

Besonders wichtig wird diese Trennung bei Veranstaltungen. Findet auf der Dachterrasse eine größere Feier statt, können Servicepersonal und Catering Speisen, Getränke, Geschirr und anderes Material nach oben bringen und später wieder abtransportieren, ohne ständig durch Hugos Wohnzimmer und die übrigen privaten Räume laufen zu müssen.

Die Dachterrasse funktioniert dadurch wie ein eigener Veranstaltungsbereich, bleibt aber unmittelbar mit Hugos Wohnung verbunden.

- Das Gesamtkonzept

Hugos zweite Wohnung im Palazzo Leonardo ist damit die erste seiner Wohnungen, bei der **Architektur, Wegeführung und Einrichtung als ein vollständiges Gesamtkonzept zusammenkommen**.

Die repräsentativen Bereiche liegen vor allem im Süden und Westen: großes Wohnzimmer, TV-Lounge, Essbereich und Küche. Im Osten liegen Zigarrenlounge und Fitnessraum sowie Hugos wesentlich privaterer Bereich mit Arbeitszimmer, Ankleide, Schlafzimmer, großem Badezimmer und Sexraum. Im Norden befinden sich die beiden zusätzlichen Schlafzimmer mit ihren eigenen Badezimmern.

Gleichzeitig ermöglicht die Erschließung unterschiedliche Bewegungen durch die Wohnung. Gäste können repräsentativ über den Vorraum ins Wohnzimmer geführt werden. Hugo kann sich innerhalb seiner privaten Räume bewegen. Frauen können über den zweiten Ausgang des Aufzugs unmittelbar in den privaten Korridor gelangen. Personal besitzt eigene Wege, insbesondere zur Dachterrasse.

Alberto Pinto gibt dieser funktionalen Aufteilung ein gemeinsames Erscheinungsbild. **Helle und dunkle Möbel werden miteinander kombiniert, dunkles Holz trifft auf Naturstein, Grau und Anthrazit auf warme Beige- und Brauntöne.** Maßgefertigte Einbauten, hochwertige Stoffe, Teppiche, Kunst und unterschiedliche Beleuchtungssituationen geben jedem Raum einen eigenen Charakter, ohne dass die Wohnung auseinanderfällt.

Gerade darin unterscheidet sie sich von Hugos erster Wohnung in Monaco. Dort wohnte er komfortabel und hochwertig. Im Palazzo Leonardo lässt er sich erstmals eine Wohnung schaffen, deren gesamte Innenarchitektur **gezielt für ihn und seine Lebensweise entworfen wurde**.


Villa in Cap-d’Ail – Hugos gemietetes Anwesen

Nach einiger Zeit in Monaco sucht Hugo nach einem Ort, an dem er wesentlich abgeschirmter leben und Gäste auch über längere Zeit unterbringen kann. Michael erhält dabei eine ungewöhnlich genaue Vorgabe. Hugo möchte nicht einfach nur ein großes Haus mit genügend Schlafzimmern. Vor allem die Gästezimmer sollen so angeordnet und dimensioniert sein, dass unter seinen weiblichen Gästen keine erkennbare Rangordnung entsteht.

Hanna erklärt Hugo, dass es bei mehreren Frauen, die gleichzeitig oder über längere Zeit bei ihm wohnen, schnell Ärger untereinander geben kann, wenn eine von ihnen erkennbar das größere oder besser ausgestattete Zimmer bekommt. Selbst wenn Hugo damit keine Bevorzugung beabsichtigt, könne genau dieser Eindruck entstehen. Eine Frau fühle sich aufgewertet, während eine andere glaube, zurückgesetzt zu werden. Hanna rät ihm deshalb, solche Unterschiede von Anfang an zu vermeiden. Hugo übernimmt ihren Rat und gibt Michael bei der Haussuche vor, möglichst ein Anwesen zu finden, in dem sich vier oder fünf weitgehend gleichwertige Gästezimmer befinden. 

Er findet schließlich eine großzügige Villa auf den Höhen von Cap-d’Ail, nur wenige Minuten von Monaco entfernt. Das Haus erfüllt Hugos Anforderungen ungewöhnlich gut. Hugo mietet das Anwesen für 19.000 Euro im Monat.

Die Villa liegt auf einem rund 10.000 m² großen, dicht bepflanzten mediterranen Grundstück, das weitgehend vor Einblicken geschützt ist. Das Haus verbindet moderne mediterrane Architektur mit klassischen Elementen der Côte d’Azur. Die helle, cremefarbene Fassade wird durch Naturstein, große Rundbogenfenster, hohe Fenstertüren, Säulen und ein mit mediterranen Ziegeln gedecktes Dach gegliedert. Großzügige überdachte Terrassen und offene Arkaden schaffen fließende Übergänge zwischen den Innenräumen, dem Garten und den Außenbereichen. Trotz seiner Größe wirkt das Haus dadurch eher wie eine elegante moderne Mittelmeervilla als wie ein repräsentativer Palast.

Von der Monaco zugewandten Seite reicht der Blick auf Fontvieille, den Hafen und den Felsen von Monaco mit dem Fürstenpalast. In der anderen Richtung öffnet sich der Blick über das Mittelmeer nach Cap Ferrat. Die erhöhte Lage verbindet diese weiten Aussichten mit einer für Hugo wichtigen Abgeschiedenheit.

Vor dem Haus erstreckt sich eine großzügige Terrassenanlage mit einem großen Infinity-Pool. Seine zum Meer gerichtete Überlaufkante lässt die Wasserfläche optisch mit dem Mittelmeer verschmelzen. Sonnenliegen, Sitzgruppen und Essbereiche verteilen sich auf den Terrassen unmittelbar vor dem Haus. Palmen, Olivenbäume und die dichte mediterrane Bepflanzung schirmen das Grundstück zusätzlich ab. Während der Sommermonate werden Pool und Terrassen damit zu einem wesentlichen Teil des täglichen Lebens in der Villa.

Das Haus verfügt über insgesamt rund 1.129 m² auf zwei Wohngeschossen, davon etwa 570 m² im Erdgeschoss und 559 m² im Obergeschoss. Unterhalb des Hauses befinden sich, in den Hang integriert, vier überdachte Stellplätze, die wie offene Carports ausgebildet sind. Von dort führt eine Außentreppe seitlich am Haus den Hang hinauf und erreicht das Erdgeschoss kurz vor dem seitlichen Kücheneingang.

Im Erdgeschoss liegen die zentralen Wohn- und Gesellschaftsbereiche. Von der Eingangshalle gelangt man in den großen Wohnbereich, der sich über zwei Geschosse erstreckt. Der Raum bleibt bis zum Obergeschoss offen und wird dort von einer Galerie eingefasst. Sein besonderes architektonisches Schmuckstück ist die freitragend wirkende, geschwungene Treppe, die sich in einer weichen Kurve aus dem Wohnbereich zur Galerie im Obergeschoss hinaufzieht. Sie verschwindet nicht wie eine gewöhnliche Geschosstreppe hinter einer Wand, sondern steht sichtbar im Raum und wird selbst Teil der Architektur. Die enorme Raumhöhe, der offene Luftraum, die Galerie und die skulpturale Treppe verleihen dem Wohnbereich seine besondere Großzügigkeit. Über die hohen Fenster und Fenstertüren öffnet er sich zugleich zum Garten, zu den Terrassen und zum Pool.

Daneben liegt das Esszimmer. Am großen Esstisch können zwölf Personen bequem gemeinsam sitzen. Die Küche ist ebenfalls großzügig angelegt und besitzt einen eigenen Frühstücksbereich, sodass kleinere Mahlzeiten nicht im formellen Esszimmer stattfinden müssen.

Direkt hinter der Küche liegen die Wäscherei und der Hauswirtschaftsbereich. Dieser Teil des Hauses dient der Haushälterin zugleich als Arbeits- beziehungsweise Schmutzküche, in der Vorbereitungen und die weniger repräsentativen Arbeiten des Haushalts erledigt werden können. Außerdem gibt es im Erdgeschoss ein separates Gäste-WC.

Die Schlafzimmer

Die Villa verfügt über sechs reguläre Schlafzimmer. Eines nutzt Hugo selbst, eines ist für seinen Bodyguard beziehungsweise die Security vorgesehen und vier sind für die Frauen bestimmt, die bei ihm in Cap-d’Ail wohnen oder ihn dort über längere Zeit besuchen.

Bei diesen vier Zimmern setzt Hugo die mit Michael besprochene Gleichbehandlung konsequent um. Sie besitzen jeweils rund 24 m² reine Schlafzimmerfläche und sind bewusst möglichst gleichwertig angelegt. Zwei befinden sich im Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss. Zu jedem gehört ein eigener begehbarer Kleiderschrank beziehungsweise Ankleidebereich sowie ein eigenes Bad. Damit erhält keine der Frauen erkennbar das beste oder das schlechteste Zimmer. Größe, Komfort und qualitative Ausstattung bewegen sich auf demselben Niveau.

Gleichwertig bedeutet jedoch nicht identisch. Die Zimmer bekommen unterschiedliche Betten und gepolsterte Kopfteile, andere Stoffe, Teppiche, Leuchten und einzelne Möbel. Jedes erhält dadurch einen eigenen Charakter, ohne dass eines wertvoller oder bedeutender wirkt als die anderen. Für Hugo ist genau diese Balance wichtig: Individualität ja, erkennbare Bevorzugung nein.

Das größte Schlafzimmer nutzt Hugo selbst. Es liegt im Obergeschoss und verfügt über etwa 32 m² reine Schlafzimmerfläche. Hinzu kommen zwei eigene Ankleiden mit etwa 12 m² und 14 m² sowie ein großes Bad. Dass dieser Bereich größer ist als die anderen Schlafzimmer, schafft keine Konkurrenz unter den Gästen – es ist eindeutig das Zimmer des Hausherrn.

Das Schlafzimmer des Bodyguards beziehungsweise der Security befindet sich im Erdgeschoss. Mit etwa 18 m² ist es kleiner und funktionaler. 

Im Obergeschoss befinden sich außerdem ein Fitnessraum und ein Büro. Die Galerie läuft am offenen Wohnbereich entlang und ermöglicht von oben den Blick in den zweigeschossigen Raum und auf die geschwungene Treppe. 

Damit entwickelt sich das Anwesen für Hugo zunehmend von einem Rückzugsort außerhalb Monacos zu einem zweiten privaten Lebensmittelpunkt. Es bietet genügend Raum für länger bleibende Gäste und Personal, ohne dass das Zusammenleben improvisiert werden muss, und ist zugleich wesentlich abgeschirmter als seine Wohnung in Monaco.

Alberto Pinto und der eklektische Wohnstil

Nach der Anmietung beauftragt Hugo Alberto Pinto mit der vollständigen Gestaltung der Innenräume. Pinto führt ihn dabei erstmals bewusst an einen eklektischen Wohnstil heran – allerdings nicht als demonstratives Nebeneinander möglichst unterschiedlicher Epochen, sondern in einer eleganten und vergleichsweise zurückhaltenden Form.

Die Architektur des Hauses bildet dafür den Rahmen. Helle Wandvertäfelungen und klassische Wandgliederungen treffen auf großflächigen Marmor, hohe Türen und großzügige Spiegel. Gold- und Messingdetails werden gezielt als Akzente eingesetzt. Dazu kombiniert Pinto moderne Polstermöbel, zeitgenössische Leuchten und einzelne Elemente, die an Art déco und klassische französische Interieurs erinnern. Die Räume bleiben hell und ruhig, erhalten durch unterschiedliche Materialien, Möbel und Einzelstücke aber jeweils einen eigenen Charakter.

Pinto erklärt Hugo das Prinzip denkbar einfach: Wenn die einzelnen Möbelstücke wirklich von hoher Qualität sind, müssen sie nicht aus derselben Epoche stammen oder demselben Stil folgen. Entscheidend ist, dass jedes Stück für sich funktioniert und die unterschiedlichen Elemente zusammen einen überzeugenden Raum ergeben.

Besonders deutlich wird dieses Prinzip im großen Wohnbereich. Schon die zweigeschossige Architektur mit der Galerie und der geschwungenen Treppe gibt dem Raum eine starke eigene Identität. Pinto versucht nicht, dagegen anzudekorieren, sondern nutzt diese Architektur als Mittelpunkt. Moderne Sofas und Sessel, Beistelltische, Teppiche und auffällige Leuchten werden um die vorhandenen Blickachsen gruppiert. Die Möbel schaffen innerhalb des sehr großen Raumes kleinere Bereiche für Gesellschaft, Gespräche oder einen ruhigeren Platz am Fenster. Marmor und helle Oberflächen geben dem Ganzen Ruhe, während dunklere Möbel und farbige Stoffe Kontraste schaffen.

Bei den vier Schlafzimmern der Frauen muss Pinto eine besondere Vorgabe berücksichtigen. Keines darf durch seine Einrichtung wertvoller oder bedeutender erscheinen als die anderen. Deshalb erhalten alle vier dieselbe qualitative Ausstattung und denselben Komfort. Trotzdem gestaltet Pinto sie nicht als Kopien voneinander. Gerade die unterschiedlichen Betten und Kopfteile, Stoffe, Teppiche und einzelnen Möbel geben jedem Zimmer Individualität, ohne daraus eine Hierarchie entstehen zu lassen.

Hugo gefällt Pintos Ansatz außerordentlich. Für ihn ist neu, dass ein hochwertiges Interieur nicht daraus entstehen muss, sämtliche Möbel einer Stilrichtung oder einer zusammengehörenden Serie zuzuordnen. Er beginnt Möbel, Kunst, Leuchten und Einrichtungsgegenstände vielmehr als einzelne wertvolle Stücke zu betrachten. Sie dürfen aus unterschiedlichen Epochen und gestalterischen Richtungen stammen, solange Qualität, Proportionen und Zusammenstellung stimmen.

Der Name des Hauses

Noch etwas anderes an der Villa beschäftigt Hugo. Das Haus besitzt einen eigenen Namen. Bis dahin hat er Immobilien vor allem nach ihrer Lage, Größe oder Adresse betrachtet. Hier begegnet ihm erstmals bewusst die Vorstellung, dass ein außergewöhnliches Haus eine eigene Bezeichnung und damit beinahe eine eigene Identität besitzen kann.

Zu diesem Charakter des Hauses passt eine alte lateinische Inschrift, die Hugo dort entdeckt:

„Portum inveni. Spes et Fortuna, valete. Sat me lusistis; ludite nunc alios.“

Sinngemäß bedeutet sie:

„Ich habe einen Hafen gefunden. Hoffnung und Glück, lebt wohl. Genug habt ihr mit mir gespielt; spielt nun mit anderen.“

Die Verbindung aus dem Namen des Hauses, seiner abgeschiedenen Lage hoch über dem Mittelmeer und dieser Inschrift fasziniert Hugo. Das Anwesen erscheint ihm dadurch nicht mehr lediglich als Immobilie. Ein Haus kann eine eigene Geschichte, einen eigenen Charakter und letztlich eine eigene Identität besitzen.

Zwei Erfahrungen aus Cap-d’Ail bleiben ihm damit besonders im Gedächtnis. Von Alberto Pinto übernimmt er die Vorstellung, dass ein Haus seinen Charakter aus unterschiedlichen, sorgfältig ausgewählten Dingen entwickeln kann. Von der Villa selbst übernimmt er einen zweiten Gedanken: Ein außergewöhnliches Anwesen sollte nicht nur eine Adresse haben, sondern einen Namen.


Claire und Michael – ihre Wohnungen in Monaco

Claire und Michael entscheiden sich nach ihrem Umzug nach Monaco beide bewusst dafür, eigene Wohnungen zu beziehen. Sie wohnen zentral und in unmittelbarer Nähe zu ihren Arbeitswegen, wählen dabei jedoch Wohnungen, die sehr unterschiedlich zu ihrer jeweiligen Persönlichkeit und Lebenssituation passen.

Claire benötigt nach eigener Auffassung nicht viel Platz. Den größten Teil ihres Tages verbringt sie ohnehin mit Hugo und der Organisation der Firma. Ihre Wohnung ist für sie vor allem ein privater Rückzugsort zum Schlafen, Essen und Abschalten. Sie mietet deshalb ein kleines, nur etwa 25 Quadratmeter großes Studio-Apartment für 1.800 Euro monatlich.

Das Studio besteht aus einem einzigen Wohn- und Schlafraum. Eine kleine offene Küche ist unmittelbar in den Raum integriert. Daneben befinden sich Claires Bett und ein kleiner Tisch, an dem sie essen oder etwas arbeiten kann. Das separate Badezimmer verfügt über Dusche, Toilette und Waschbecken.

Trotz seiner geringen Größe wirkt das Apartment nicht nüchtern oder billig. Holz prägt die Einrichtung, während die Wände durch klassische, pilasterartige Gliederungen strukturiert werden. Dadurch erhält der kleine Raum eine warme und beinahe traditionelle Atmosphäre. Claire lehnt eine größere Wohnung ab. Sie würde die zusätzliche Fläche kaum nutzen und sieht keinen Grund, nur wegen ihres inzwischen sehr guten Einkommens mehr Wohnraum zu mieten.

Als Michael Mitte 2000 nach Monaco kommt und seine Tätigkeit für Hugo aufnimmt, verändert sich seine finanzielle Situation dagegen erheblich. Von Beginn an erhält er ein Monatsgehalt von 40.000 Euro. Trotzdem lässt auch Michael sich keine Wohnung von Hugo stellen, sondern mietet auf eigene Rechnung.

Er entscheidet sich für eine deutlich größere Wohnung von ungefähr 98 Quadratmetern, für die er 6.400 Euro monatlich zuzüglich Nebenkosten bezahlt. Für Michaels bisherige Verhältnisse ist das eine außergewöhnlich teure Wohnung. Mit seinem neuen Einkommen kann er sie sich jedoch leisten, ohne finanziell von Hugo bei seiner privaten Wohnsituation abhängig zu sein.

Für Michael ist vor allem die Lage entscheidend. Seine Wohnung befindet sich unmittelbar an der Strecke des Großen Preises von Monaco, im Bereich der berühmten Haarnadelkurve am heutigen Fairmont Hotel. Von seiner Wohnung aus blickt er direkt auf diesen Abschnitt der Rennstrecke.

Während des Grand Prix erlebt er dadurch einen der markantesten Punkte des gesamten Kurses unmittelbar vor seiner Wohnung. Die Rennwagen kommen an, bremsen für die extrem enge Haarnadel stark herunter, durchfahren die Kurve mit sehr geringer Geschwindigkeit und beschleunigen anschließend wieder. Michael kann dieses Abbremsen, Einlenken und anschließende Beschleunigen direkt von seiner Wohnung aus beobachten. Außerhalb der Rennwochen ist dieselbe Strecke dagegen Teil des normalen Straßenverkehrs Monacos.

Claire wohnt ebenfalls unmittelbar in diesem zentralen Bereich Monacos, allerdings auf der anderen beziehungsweise zurückliegenden Seite ihres Gebäudes. Ihr Studio besitzt deshalb keinen Blick auf die Rennstrecke. Das stört sie nicht. Während Michael sich mit seiner größeren Wohnung erstmals bewusst etwas gönnt und die besondere Lage an der Strecke genießt, bleibt Claire bei ihrem kleinen Studio.

So leben beide in unmittelbarer Nähe zueinander und zur Firma, ohne ihren privaten Lebensstil an Hugo anzugleichen: Claire auf rund 25 Quadratmetern für 1.800 Euro im Monat, Michael auf rund 98 Quadratmetern für 5.500 Euro zuzüglich Nebenkosten. Beide bezahlen ihre Wohnungen selbst.