Zeitschiene ab 1999

Datum

Hugo – Handlung / Entwicklung

Andere Protagonisten


1999 – vor September

Abschluss der bisherigen beruflichen und finanziellen Entwicklung; Vorbereitung auf den Schritt nach Monaco. Die Ereignisse gehören noch zur Vorgeschichte/Kapitel 10.

Michael: lebt noch nicht in Monaco. Claire: Entwicklung gemäß Kapitel 10; genaue Monaco-Chronologie noch mit Kapitel 10 abgleichen.


September 1999

Hugo zieht nach Monaco. Beginn seines neuen Lebensabschnitts. Er bezieht seine erste eigene Wohnung: knapp 72 m², Gebäude von 1985.

Michael: bleibt zunächst zurück; er hat Hugos ursprüngliches Angebot, mit nach Monaco zu gehen, abgelehnt.


Herbst 1999

Hugo baut sein Leben und seine geschäftliche Tätigkeit in Monaco auf. Die 72-m²-Wohnung ist seine private Basis.

Claire: ihre genaue Position und ihr Wohnbeginn in Monaco müssen wir anhand des bisherigen Personen-/Kapitelkanons noch exakt einsetzen.


Anfang 2000

Hugo mietet zusätzlich die 109-m²-Gästewohnung im Palazzo Leonardo. Sie dient Familie und persönlichen Gästen; Hugo selbst wohnt weiterhin in seiner knapp 72-m²-Wohnung.

Mutter, Svenja, Christina, Bruder und andere enge Gäste können bei Aufenthalten in Monaco die Gästewohnung nutzen.


Mitte 2000

Hugo holt Michael schließlich nach Monaco.

Michael zieht nach Monaco und wird Hugos rechte Hand mit weitreichenden Befugnissen. Einstiegsgehalt: 40.000 € monatlich. Er mietet eine eigene Wohnung von etwa 70 m² an der Grand-Prix-Strecke bei der Fairmont-Haarnadel; Miete etwa 4.500 € + Nebenkosten monatlich.


August 2000

Enron-Shortposition

Hugo beginnt, eine außergewöhnlich große Shortposition auf Enron aufzubauen. Bei einem Aktienkurs von rund 90 US-Dollar verkauft er insgesamt vier Millionen Enron-Aktien leer. Die Position entspricht damit einem Marktwert von ungefähr 360 Millionen US-Dollar. Hugo setzt darauf, dass die Enron-Aktie erheblich an Wert verlieren wird. Die Position wird zu einer der größten und wichtigsten Spekulationen seiner bisherigen Laufbahn.


Frühjahr 2001

Im Frühjahr 2001 mietet Hugo in Monaco eine wesentlich größere Wohnung im Palazzo Leonardo an. Für den vollständigen Umbau und die anschließende innenarchitektonische Gestaltung beauftragt er Alberto Pinto. Pinto soll die Wohnung nicht nur einrichten, sondern sie nach Hugos Vorstellungen grundlegend gestalten und zu einem geschlossenen Gesamtkonzept entwickeln.


Mitte 2001

Hugos Privatleben entwickelt sich weiter. Der Bedarf nach einem größeren und wesentlich abgeschirmteren Anwesen außerhalb seiner Monaco-Wohnung entsteht.

Villa in Cap-d’Ail: Hugo entscheidet sich für eine gemietete Villa an der Côte d’Azur. Er kauft sie bewusst nicht, weil sein Kapital für Investitionen verfügbar bleiben soll. Bei der Besichtigung erlebt er die Geschichte mit Hausnamen und lateinischer Inschrift.

Michael findet die Villa in Cap-d’Ail und organisiert anschließend Personal, Zahlungen, Fahrten, Abholungen und weitere Abläufe.


31. August bis 10. September 2001 – Enron und Wette auf rückläufige Reisetätigkeit

Hugo schließt seine große Enron-Shortposition und kauft die zuvor leerverkauften vier Millionen Enron-Aktien zurück. Dabei erzielt er einen Gewinn von rund 208 Millionen Euro. Gleichzeitig geht Hugo davon aus, dass sich die Weltwirtschaft deutlich abschwächen wird. Er erwartet, dass Unternehmen und Privatpersonen ihre Reisetätigkeit reduzieren und insbesondere Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen darunter leiden werden. Zwischen dem 4. und 10. September 2001 beginnt er deshalb, große Shortpositionen auf Unternehmen dieser beiden Branchen aufzubauen. Seine Mitarbeiter Mehta, Farhadi und Whitmore halten diese Strategie für falsch und widersprechen ihm, Hugo setzt seine Entscheidung jedoch durch. Die Positionen bestehen bereits, als am 11. September 2001 die Terroranschläge in den USA stattfinden.


17.–21. September 2001 – Schließung der Reise-Shortpositionen

Nach den Anschlägen vom 11. September brechen insbesondere die Kurse von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen stark ein.  Dadurch realisiert er einen Gewinn von rund 349 Millionen Euro. Dass seine Positionen ausgerechnet unmittelbar vor den Anschlägen bestanden, war außergewöhnliches Glück und nicht die von Hugo erwartete normale konjunkturelle Abschwächung.


Ende September 2001 – Ermittlungen gegen Hugo

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geraten Hugos Börsengeschäfte in den Fokus von SEC und FBI. Besonders auffällig sind seine unmittelbar vor den Anschlägen aufgebauten großen Shortpositionen auf Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen. Zusätzlich fällt auf, dass Hugo bereits zuvor massiv gegen Enron gewettet und seine Shortposition erst am 31. August 2001 geschlossen hatte.

Für die Ermittler kommt ein weiterer Umstand hinzu: Hugo stammt aus Hamburg, ebenso wie das Umfeld der sogenannten Hamburger Zelle um Mohamed Atta, Marwan al-Shehhi und weitere Beteiligte der Anschläge. Die Kombination aus seiner Herkunft und dem außergewöhnlichen Timing seiner Börsengeschäfte führt dazu, dass seine Geschäfte, Kontakte und mögliche Verbindungen genauer untersucht werden. 


Unmittelbar nach dem Schließen seiner Shortpositionen auf Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen beginnt Hugo Ende September 2001, massiv gegen WorldCom zu wetten. Er setzt rund 737 Millionen Euro eigenes Sicherungskapital ein und verkauft WorldCom-Aktien im Umfang von etwa 1,474 Milliarden Euro leer. Der Aktienkurs liegt zu diesem Zeitpunkt bei ungefähr 15 Euro. Trotz der bereits laufenden Untersuchungen seiner ungewöhnlichen Börsengeschäfte baut Hugo damit erneut eine außergewöhnlich große Shortposition auf.


Ende 2001

Hugo bezieht die große Wohnung mit Wohnzimmer, TV-Lounge, Essbereich, Küche, Zigarrenlounge, Fitnessraum, Arbeitszimmer, Ankleide, Masterbereich sowie separaten Sexraum

Frauen können über den zweiten Ausgang des Aufzugs direkt in Hugos privaten Bereich gelangen. Personal erhält funktional getrennte Wege, insbesondere zur Dachterrasse.


Frühjahr 2002 – Medienberichte und Demas’ Einstieg

Die Ermittlungen gegen Hugo bleiben nicht unbemerkt. In internationalen Medien erscheinen Berichte über den jungen Hamburger, der unmittelbar vor den Anschlägen vom 11. September mit großen Shortpositionen auf Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen enorme Gewinne erzielt hat und dessen Geschäfte von SEC und FBI untersucht werden. Durch die Verbindung von Hamburg mit der Terrorzelle um Mohamed Atta entstehen weltweit auffällige Schlagzeilen über Hugo, obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt nichts nachgewiesen ist.

Steinhöfel erkennt darin ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Hugos Name, sein Aufenthaltsort in Monaco und sein enormes Vermögen werden zunehmend öffentlich bekannt. Er rät Hugo deshalb dringend zu professionellem Personenschutz und stellt den Kontakt zu Demas her. Demas übernimmt die Organisation von Hugos persönlicher Sicherheit und beginnt, ein professionelles Sicherheitskonzept für ihn aufzubauen. Als Hugo seinen Reichtum anschließend immer offensiver zur Schau stellt und zunehmend mit Frauen durch Monaco zieht, ist Demas bereits für seine Sicherheit verantwortlich und erlebt unmittelbar mit, wie Hugos Bekanntheit und damit auch sein persönliches Sicherheitsrisiko weiter wachsen.


31. Mai 2002

Hugo schließt er den WorldCom-Short bei einem Kurs von etwa 1,50 Euro. Aus der Spekulation erzielt er einen Gewinn von rund 1,327 Milliarden Euro. Damit gelingt Hugo innerhalb kurzer Zeit nach Enron und seinen Shortpositionen auf die Reisebranche erneut eine außergewöhnlich profitable Spekulation.


Ab Juni 2002 – Hugos Leben in Monaco und die Villa

Hugo nutzt die Villa als privaten, abgeschirmten Aufenthaltsort. Dort können gleichzeitig ungefähr vier bis sechs Escorts/Prostituierte leben. Das Modell ist noch improvisiert und wird später zu einem gedanklichen Vorläufer Bellaventras.


Nach dem Abschluss der WorldCom-Spekulation und dem Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro verändert sich Hugos Auftreten in Monaco jedoch deutlich. Er ist noch jung, verfügt inzwischen über ein enormes Vermögen und beginnt, dieses auch sichtbar auszuleben. Er besucht regelmäßig die bekannten Restaurants, Bars und Clubs, bestellt teuren Champagner für ganze Gruppen und übernimmt Rechnungen, ohne auf deren Höhe zu achten.

Fast ständig ist Hugo von jungen Frauen umgeben, überwiegend Escorts und Prostituierten. Er lädt mehrere gleichzeitig zum Essen und Feiern ein, lässt Champagner an andere Tische bringen und macht aus seinen Abenden zunehmend öffentliche Inszenierungen. Champagner wird nicht nur getrunken; Hugo und die Frauen bespritzen sich damit, bestellen weitere Flaschen und ziehen damit zwangsläufig die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich.

Damit endet die Zeit, in der Hugo in Monaco trotz seines Vermögens vergleichsweise unauffällig lebt. Ab Sommer 2002 wird er zu einer bekannten und auffälligen Erscheinung im monegassischen Nachtleben. Sein Geld, die Frauen um ihn herum und sein demonstrativer Umgang mit seinem Reichtum sorgen dafür, dass er nicht mehr übersehen wird.

Michael organisiert wesentliche praktische Abläufe der Villa. Die dort lebenden Frauen sind noch keine Bellaventra-Struktur.


September 2002 – Ende der Ermittlungen und zunehmender Druck in Monaco

Die seit September 2001 laufenden Untersuchungen von SEC und FBI werden hinsichtlich Hugo abgeschlossen. Die Behörden finden keine Verbindung zu Mohamed Atta, zur Hamburger Zelle oder zu den Anschlägen vom 11. September und keine Hinweise darauf, dass Hugo beim Aufbau seiner Shortpositionen über Vorwissen verfügte. Der konkrete Verdacht im Zusammenhang mit 9/11 bestätigt sich damit nicht.


Trotzdem haben die Ermittlungen Folgen. Über Steinhöfel erfährt Hugo, dass seine Situation in Monaco zunehmend kritisch gesehen wird. Seine auffällige private Lebensführung mit zahlreichen Frauen war den monegassischen Behörden bereits bekannt und wurde bislang toleriert. Die umfangreichen amerikanischen Ermittlungen und die dadurch entstandene internationale Aufmerksamkeit gehen den Behörden jedoch zu weit. Steinhöfel macht Hugo deutlich, dass ihm aus monegassischen Kreisen signalisiert worden sei, dass Hugo nicht mehr besonders gern gesehen ist.


Obwohl gegen ihn nichts nachgewiesen wurde, stört Hugo diese Abhängigkeit erheblich. Ihm wird bewusst, dass sein Aufenthaltsstatus und damit sein gesamtes Leben in Monaco letztlich davon abhängen, dass die dortigen Behörden ihn weiterhin dulden. Zum ersten Mal beginnt er deshalb ernsthaft darüber nachzudenken, Monaco langfristig zu verlassen und sich einen Ort zu schaffen, an dem seine persönliche Lebensweise weniger von der Zustimmung staatlicher Stellen abhängig ist.


Oktober 2002 – Suche nach einer Alternative zu Monaco

Nach dem Hinweis aus monegassischen Kreisen bespricht Hugo seine Situation mit Steinhöfel. Steinhöfel legt ihm mehrere mögliche Länder und Standorte vor, an denen Hugo sich langfristig niederlassen könnte. Gemeinsam prüfen sie die jeweiligen rechtlichen, steuerlichen und persönlichen Vor- und Nachteile. Für Hugo spielen dabei insbesondere Rechtssicherheit, Schutz seiner Privatsphäre, seine persönliche Lebensweise und die Möglichkeit, ein großes abgeschirmtes Anwesen aufzubauen eine Rolle. Aus diesen Überlegungen entwickelt sich schließlich Jersey als bevorzugte Lösung.


November 2002 – Treffen mit Hannah in Prag

Hugo reist nach Prag und trifft dort Hannah. Zu diesem Zeitpunkt steht seine grundsätzliche Entscheidung für Jersey bereits fest. Das zukünftige Leben dort ist jedoch noch nicht aufgebaut; Hugo lebt weiterhin in Monaco und beginnt erst, die Voraussetzungen für seinen späteren Wechsel nach Jersey zu schaffen.


Dezember 2002 – Whitfield, Stiftung und Erwerb Bellaventras

Nachdem Hugo sich grundsätzlich für Jersey entschieden hat, stellt Steinhöfel ihm Jonathan Whitfield vor. Whitfield kennt die Insel, ihre Verwaltung und die maßgeblichen gesellschaftlichen und politischen Kreise. Über einen von ihm empfohlenen Makler wird Hugo schließlich auf das Anwesen aufmerksam, das später Bellaventra werden soll.

Hugo gefällt das Grundstück, doch das vorhandene Haus ist ihm viel zu klein. Noch vor dem Kauf erklärt er Whitfield, in welchem Umfang er das Anwesen später erweitern möchte. Hugo macht deutlich, dass er nur kaufen wird, wenn eine realistische Möglichkeit besteht, die dafür erforderlichen Genehmigungen zu erhalten.

Whitfield erklärt ihm, dass sich dafür eine Konstruktion schaffen lasse. Hugo solle auf Jersey eine Stiftung gründen und mit erheblichem Kapital ausstatten, die insbesondere Bildungsprojekte und andere öffentlich sichtbare Vorhaben auf der Insel finanziert. Whitfield stellt Hugo dies ausdrücklich nicht nur als Wohltätigkeit dar, sondern als Mittel, Einfluss und Wohlwollen in den entscheidenden Kreisen aufzubauen. Wer von Hugos Geld profitiert oder mit seiner Stiftung verbunden ist, soll seinen großen Bauvorhaben wesentlich aufgeschlossener gegenüberstehen. Hinzu kommt die enorme wirtschaftliche Bedeutung, die Bellaventra für die Insel bekommen soll. Hugo plant, dort später rund 500 Menschen direkt zu beschäftigen. Whitfield erkennt darin einen weiteren politischen Hebel: Je mehr Familien auf Jersey unmittelbar oder mittelbar von Bellaventra, den Arbeitsplätzen und Hugos Investitionen abhängig sind, desto schwieriger wird es für Politik und Verwaltung, seine Interessen zu ignorieren. Die Stiftung, seine Investitionen und die späteren Arbeitsplätze sollen zusammen ein Netz aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abhängigkeiten schaffen, das Hugo erheblichen Einfluss auf der Insel verschafft.

Whitfield ist überzeugt, über seine Kontakte anschließend auch die außergewöhnlichen Erweiterungspläne durch das Genehmigungsverfahren bringen zu können.

Für Hugo ist das ein Geschäft: Er investiert einen vergleichsweise kleinen Teil seines Vermögens in die Stiftung und erwartet im Gegenzug ein politisches und gesellschaftliches Umfeld, das seinen Plänen auf Jersey entgegenkommt. Damit wird bereits Ende 2002 der Grundstein für einen späteren Skandal gelegt, weil sich rückblickend die Frage stellen wird, ob Stiftungsgelder, persönliche Kontakte und politische Unterstützung für Bellaventras Genehmigungen miteinander verknüpft waren.

Parallel strukturieren Steinhöfel und Whitfield die Eigentums- und Vermögensverhältnisse unter Einbeziehung der Isle of Man. Nachdem Whitfield Hugo versichert hat, dass er den geplanten Ausbau für durchsetzbar hält, entscheidet Hugo sich zum Kauf. Noch im Dezember 2002 erwirbt er das Anwesen für 91 Millionen und lässt es später in Bellaventra umbenennen.

Die bereits von Steinhöfel entwickelte Strategie, Hugo durch Arbeitsplätze, wirtschaftliche Bedeutung und gesellschaftliche Verankerung auf Jersey abzusichern, bleibt davon getrennt. Sie ist Hugos langfristige Sicherheitsstrategie; Whitfields Stiftungskonstruktion ist dagegen der problematische Teil rund um Einfluss, Kontakte und Baugenehmigungen.


März 2003 – Genehmigungen für Bellaventra und Baubeginn

Schließlich liegen die erforderlichen Genehmigungen für den umfangreichen Umbau und die Erweiterung Bellaventras vor. Whitfield hat damit gehalten, was er Hugo vor dem Kauf zugesagt hatte: Die von Hugo gewünschten Erweiterungen können grundsätzlich umgesetzt werden.

Die Genehmigungen sind jedoch mit klaren gestalterischen Auflagen verbunden. Trotz der erheblichen Vergrößerung muss der architektonische Charakter des bestehenden Anwesens erhalten bleiben. Die neuen Gebäudeteile müssen sich in Baustil, Proportionen, Fassadengestaltung, Dachformen und verwendeten Materialien am vorhandenen Haus und an der traditionellen Architektur Jerseys orientieren. Bellaventra darf nach dem Ausbau nicht wie ein moderner Großneubau wirken, sondern soll den Eindruck eines über lange Zeit gewachsenen Anwesens vermitteln.

Für die Umsetzung beauftragt Hugo deshalb einen auf Jersey ansässigen Architekten, der die örtliche Bauweise kennt und die Erweiterungen so plant, dass sie sich äußerlich in den Bestand einfügen. Für die vollständige Gestaltung der Innenräume holt Hugo erneut Alberto Pinto hinzu.

Nach Erteilung der Genehmigungen beginnen im Frühjahr 2003 die umfangreichen Bauarbeiten. Bellaventra wird nun Schritt für Schritt zu dem wesentlich größeren Anwesen ausgebaut, das Hugo für seinen späteren dauerhaften Lebensmittelpunkt auf Jersey vorgesehen hat.

Michael wird immer wichtiger

Mit dem Umbau Bellaventras und dem Aufbau der Strukturen auf der Isle of Man wächst Michael Schuberts Bedeutung für Hugo erheblich. Er pendelt regelmäßig zwischen Monaco, Jersey und der Isle of Man, koordiniert den Ausbau Bellaventras und organisiert gleichzeitig den Aufbau von Hugos großem Büro- und Verwaltungsstandort auf der Isle of Man, für den umfangreiche Räumlichkeiten, Personal und eine eigene Infrastruktur geschaffen werden. Gleichzeitig behält Michael Hugos Angelegenheiten in Monaco im Blick. Damit kann er sich nicht länger selbst um Hugos alltägliche Erledigungen kümmern. Hugo stellt zusätzliche Mitarbeiter ein und baut eine eigene Organisation auf, die solche Aufgaben übernimmt. Michael führt und koordiniert diese Mitarbeiter und erhält immer größere Entscheidungsbefugnisse. Aus Hugos Freund und persönlichem Organisator wird damit zunehmend der operative Leiter seiner gesamten privaten und geschäftlichen Organisation – der Mann, bei dem die verschiedenen Bereiche von Hugos Leben und Vermögen zusammenlaufen.


Sommer 2003

Edward Ashcombe übernimmt Bellaventra Estate

Mit fortschreitendem Umbau wird deutlich, dass Bellaventra Estate eine eigene professionelle Führung benötigt. Michael gewinnt den international erfahrenen Edward Ashcombe, der im Sommer 2003 als Geschäftsführer von Bellaventra Estate nach Jersey kommt. Bereits während der Bauphase begleitet er den Aufbau des späteren Betriebs und verantwortet insbesondere Personal, Organisation und Service-Strukturen des Anwesens.


Erste Hälfte 2004 – Aufbau der US-Niederlassungen

Hugo beauftragt Michael, in Boston und Palo Alto im Silicon Valley zwei Niederlassungen von Bellaventra aufzubauen. Von dort aus soll Bellaventra gezielt nach jungen, aussichtsreichen Technologieunternehmen suchen und ihnen Venture Capital zur Verfügung stellen. Hugo verfolgt damit das Ziel, sich frühzeitig an vielversprechenden Unternehmen zu beteiligen und Anteile zu erwerben, lange bevor ein möglicher Börsengang erfolgt. Michael übernimmt den Aufbau der beiden US-Niederlassungen und stellt die dafür erforderlichen Teams vor Ort zusammen.

Januar 2004 – Michael Schubert wird CEO der Bellaventra Group

Im Januar 2004 wird Michael Schubert zum CEO der Bellaventra Group ernannt. Die Bellaventra Group ist von Bellaventra Estate vollständig zu unterscheiden: Sie ist Hugos internationale Holding- und Beteiligungsgesellschaft, in der seine Unternehmensbeteiligungen und Investmentaktivitäten gebündelt werden. Michael übernimmt deren operative Führung und internationalen Ausbau, während Hugo Eigentümer bleibt, die strategische Richtung bestimmt und die wesentlichen Investmententscheidungen trifft.


zweite Hälfte 2004

Personal wird aufgebaut, eingearbeitet und auf den späteren 24-Stunden-Betrieb vorbereitet. Fahrer- und Shuttle-Strukturen entstehen. Auf Demas’ Vorschlag nutzen die Fahrer ihre freien Zeiten zwischen den Personaltransporten zusätzlich für einen kostenlosen Besorgungsservice für ältere und mobilitätseingeschränkte Einwohner Jerseys. Die Bewohner bezahlen lediglich ihre Einkäufe; Abholung und Lieferung übernimmt Bellaventra kostenlos. Für Demas ist dies zugleich Teil seines Sicherheitskonzepts: Bellaventra und damit auch Hugo sollen bereits vor seinem Einzug positiv in der Bevölkerung verankert werden.

Anfang 2005

Hugo zieht dauerhaft nach Bellaventra auf Jersey. Ab hier ist Bellaventra sein Lebensmittelpunkt.


Sommer 2005

Nach Palo Alto/Silicon Valley und Boston/Cambridge erweitert die Bellaventra Group ihr internationales Standortnetz. Unter Michaels Leitung werden nun auch Niederlassungen in New York, London, Moskau und Singapur aufgebaut. Damit ist die bereits 2004 begonnene internationale Expansion der Bellaventra Group weitgehend umgesetzt.

Januar bis März 2006

Im Januar 2006 erreichen Hugo aus der Bostoner Niederlassung der Bellaventra Group zunehmend Hinweise und Gerüchte, dass der amerikanische Immobilienmarkt massiv überbewertet ist und sich insbesondere im Subprime-Hypothekenmarkt erhebliche Risiken aufgebaut haben. Hugo lässt die Hinweise von seinem Investmentteam überprüfen und entscheidet anschließend, massiv gegen diesen Markt zu wetten. Zwischen Januar und März 2006 baut die Bellaventra Group über mehrere Banken Credit Default Swaps auf hypothekenbesicherte Wertpapiere mit einem Nominalvolumen von knapp 3 Milliarden US-Dollar auf.