Hugo Kapitel 

# Kapitel 5 – Die Bankerin

Hugo stand an der Balkontür und blickte von dort in seine kleine Wohnung. Sein kleines Reich. Ein Klappsofa, ein Sessel, beides in Schwarz, ein Wohnzimmertisch, den man hochdrehen und zum Esstisch umfunktionieren konnte, ein Doppelbett, 1,80 × 2,20 Meter, ein Nachttisch, ein kleiner Schreibtisch mit kaputtem Bürostuhl sowie eine kleine Einbauküche, deren beschichtete Arbeitsplatte durch Hugos Kochkünste arg in Mitleidenschaft gezogen war.

 

Obwohl seine Mutter und seine Schwester regelmäßig kamen, war Hugo oft einsam. Das Paradoxe war: Obwohl er beide liebte, war er immer wieder froh, wenn sie fuhren. Erleichterung kam hinzu, wenn sie in Hamburg gesund ankamen und ihn kurz anriefen. Doch mit seinen Kollegen und auch im Sportclub ergaben sich nur sehr wenige Kontakte. Diese Welt in Frankfurt, diese Welt bei der Bank, war geprägt von Einsamkeit, Oberflächlichkeit und Konkurrenzdenken. Er erlebte wöchentlich die Schadenfreude der anderen, wenn ein Deal platzte, ein Händler eine Position nicht verkaufen konnte oder ein Analyst eine falsche Analyse abgegeben hatte. Computerspiele waren in dieser Zeit abends, wenn er nicht schlafen konnte, seine Begleiter. Und er erkannte, welches Potenzial in dieser neuen Industrie lag. Schließlich bat er um einen Termin bei seinem Vorgesetzten und um die Erlaubnis, sich auf Techwerte spezialisieren zu dürfen. Nach einigen Tagen kam das Okay der Bank.

Wenn Hugo die Bank betrat, nickte der Portier ihm zu, ein einzelnes Kopfheben, das Hugo mehr bedeutete als ein Gruß. Im Analystenbüro wurde er immer noch weitgehend ignoriert. Wenn er morgens als Erster den Raum betrat, standen die Schreibtische wie Inseln im Halbdunkel, die Bildschirme schwarz, die Stühle zurückgeschoben. Hugo setzte sich, öffnete die Aktentasche und zog die Softwarefirmen-Analysen hervor. Amerikanische Giganten waren darunter, keine kleinen deutschen mittelständischen Industriefirmen. Und die Informationslage war auch einfacher und handhabbarer.

Um halb acht kamen die ersten Kollegen. Niemand grüßte ihn. Er war der Junge, der bisher nur eine richtige Analyse abgeliefert hatte. Zwar hatte die Bank etwa 3.240.911 D-Mark (1.700.000 Euro) verdient, aber das war Vergangenheit. Und auf vergangene Erfolge gab hier niemand etwas. Das hatte zwar auch Vorteile, besonders in Hugos Fall, denn ein Studium öffnete in dieser Welt zwar leichter die Türen, doch wenn du erst einmal drin warst, so wie er, fragte keiner mehr danach, wie du dein Studium abgeschlossen hattest. Einer der Händler scherzte gerne darüber, wie er seine Position hier bekommen hatte und zu einem der erfolgreichsten Trader der Bank aufgestiegen war.

Woltmer war der Sohn des Kapitäns eines großen deutschen Kreuzfahrtschiffes. Er war entsprechend erzogen worden: eloquent und mit jener selbstverständlichen Sicherheit ausgestattet, die ihm fast jede Tür öffnete.

Sein Vater hatte ihn nach München geschickt, wo er erfolgreich eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten absolvierte. Danach hatte Woltmer Jura studieren wollen. Das hatte nicht funktioniert, wie er stets lächelnd erzählte. Also hatte er es mit Betriebswirtschaftslehre versucht. Auch das war bedauerlicherweise gescheitert. Damit seine bereits erworbenen Scheine nicht vollkommen wertlos wurden, war er zur Volkswirtschaftslehre gewechselt. Unglücklicherweise hatte auch dieser Versuch nicht zum Abschluss geführt.

Wenn Woltmer davon erzählte, breitete er jedes Mal die Arme aus, als sei sein dreifaches Scheitern eine besonders gelungene Pointe. Schließlich war er in leichter Panik an die Fachhochschule in Emden gewechselt und hatte dort tatsächlich ein Studium beendet. Währenddessen hatte er bereits für eine Unternehmensberatung gearbeitet, die auch die DHK Bank beriet.

Später hatte man ihn in der Bank mit den Worten vorgestellt: „Das ist Herr Woltmer, mit sechsundzwanzig Jahren einer unserer jüngsten und fähigsten Mitarbeiter. Er hat Jura, Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre studiert. Wenden Sie sich vertrauensvoll an ihn.“

Niemand hatte nachgefragt, ob er auch nur eines dieser drei Fächer abgeschlossen hatte. Die Stelle hatte man ihm sofort angeboten, weil seine Beratung hervorragend gewesen war. Seine Abschlüsse hatte niemand überprüft. Seine Schlussfolgerung war ebenso einfach wie ernüchternd: Am Ende zählte nur der Pitch.

Um neun Uhr stand eine junge Frau neben seinem Schreibtisch. Grauer Blazer, weißes Hemd, eine Tasse Kaffee in der Hand, die sie nicht trank. Ihr langes dunkelblondes Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern und wirkte auffallend gepflegt. Sie roch nach einem frischen, blumigen Parfum, leicht und unaufdringlich, mit einem Hauch von Jasmin.

„Sie sind jetzt für die US-Firmen zuständig“, sagte sie.

Hugo runzelte die Stirn. „Wie bitte?“

„Für die Softwareunternehmen.“

Hugo sah auf den Bildschirm, dann wieder auf sie.

„Woher wissen Sie das?“

„Ich halte das für einen extrem profitablen Markt. Sie müssen nur einmal etwas erfinden und können es unbegrenzt für Centbeträge replizieren.“ Ihre Augen leuchteten bei dem Satz.

„Und Sie sind?“, fragte Hugo.

„Julia. Analyseabteilung für Derivate.“ Sie deutete auf seinen Stuhl. „Darf ich?“

Hugo zuckte mit den Schultern. Sie setzte sich auf die Kante seines Schreibtisches. Das war ungewöhnlich. Die meisten hier setzten sich nicht auf Schreibtische. Die meisten setzten sich überhaupt nicht neben ihn. Sie saß so, dass ihr Blazer sich öffnete und das weiße Hemd darunter etwas spannte, und Hugo bemerkte, dass sein Blick nicht an ihrem Gesicht, nicht an ihrer Brust hängen blieb, sondern an ihrer Mitte. Die Konturen darunter waren klar, trainiert, eine flache Ebene. Er starrte länger hin, als höflich gewesen wäre. Es war nicht nur, dass Julia attraktiv war. Es war diese Mitte. Diese feste, flache Fläche, die trainierte Spannung darunter. Irgendetwas daran zog seinen Blick immer wieder zurück, wie eine Zahl, die nicht aufging.

„Ich habe mehrfach darum gebeten, diesen Markt analysieren zu dürfen. Da oben muss Sie jemand mögen.“ Es klang zugleich wie ein Kompliment, eine Feststellung und ein Vorwurf.

Hugo sah ihr in die Augen, dann wieder auf ihren Bauch.

„Der ist nicht von allein so geworden, Herr Voss."

„Wie dann?"

„Arbeit. Dreimal die Woche Krafttraining. Ich passe beim Essen auf, ich trinke unter der Woche keinen Alkohol, und wenn die anderen am Wochenende faul herumliegen, trainiere ich."

„Nur für einen flachen Bauch?"

Julia lachte. „Natürlich nicht nur für einen flachen Bauch." Sie beugte sich etwas vor, und Hugo roch dieses Parfüm wieder, stärker jetzt. „Ich bin sechsundzwanzig. Glauben Sie, ich will mit vierzig immer noch hier sitzen und Geschäftsberichte lesen? Ich will mir einen reichen Banker angeln. Und die Männer hier haben genug Auswahl. Wenn du auffallen willst, musst du ihnen etwas bieten, was die anderen nicht haben."
Sie strich mit der flachen Hand kurz über ihren Bauch, eine Geste, die schnell war, aber nicht beiläufig. Eine Geste, die sagte: Das hier gehört mir.

Hugo sah sie an. Er wusste nicht, ob sie scherzte. Ihr Blick sagte ihm, dass sie es vollkommen ernst meinte. Etwas daran faszinierte ihn. Nicht nur, wie ihr Bauch aussah, sondern dass Julia darüber sprach wie über eine Investition: Aufwand, Disziplin, Ziel. Sie hatte einen Plan für ihren Körper, wie andere einen Plan für ihr Geld hatten.

„Wir sollten unser Gespräch vertiefen. Laden Sie mich doch einmal zum Essen ein“, sagte sie und stand dabei auf.

Hugo sah sie an. „Gerne. Wann passt es Ihnen?“

„Wie wäre es morgen Abend, gleich gegenüber?“, fragte sie lächelnd.

Hugo grinste. „Super.“

„Dann morgen um 19 Uhr.“

Julia bestellte einen Salat und Wasser. Hugo bestellte Pasta.

„Haben Sie ein Auto?“, fragte sie.

 „BMW. 320i. Dunkelblau. Gebraucht. Mein Vater hat ihn mir zum achtzehnten Geburtstag gegeben."

„Der ist ja fast älter als Sie“, sagte sie und lächelte spöttisch.

„Mein Vater ist nicht reich. Und ich auch nicht."

„Das haben Sie nicht erklären müssen."

„Doch. Sonst denken Sie, ich bin jemand, der ich nicht bin."

Julia lächelte. „Dann fahren Sie mich nach Hause. Wenn der BMW es schafft."

„Er schafft es."

Nach dem Essen stiegen sie in den Wagen. Er roch nach dem Lufterfrischer, den Elisabeth ihm mitgegeben hatte. Julia gab ihm die Adresse. Zwanzig Minuten entfernt, ein Neubau am Main.

Während der Fahrt sprachen sie wenig. Hugo konzentrierte sich auf den Verkehr, auf das Gefühl der Schaltung in seiner Hand, auf die direkte, körperliche Kontrolle, die das Auto ihm gab. Eine andere Art von Kontrolle als die über Zahlen. Direkter. Greifbarer.

„Sie fahren gut", sagte sie, als er vor ihrem Haus hielt.

„Ich übe."

„Wofür?"

„Für alles."

Sie lächelte. Dann öffnete sie die Tür. „Kommen Sie rauf. Auf einen Kaffee."

„Ich trinke keinen Kaffee.“

Julia blieb in der geöffneten Tür stehen. Die Innenraumbeleuchtung fiel auf ihr Gesicht, machte die Schatten unter ihren Augen sichtbar. „Das war keine Frage nach Ihrem Getränkeverhalten. Das war eine Einladung.“

Hugo starrte auf das Lenkrad. Er dachte an die Wohnung hinter ihm, an das Bett, das er noch nicht gemacht hatte, an die Stille, die ihn erwartete. Die Stille war vertraut. Die Stille war sicher. Aber sie war auch leer.

„Ich weiß“, sagte er. „Aber ich trinke wirklich keinen Kaffee.“

Sie lachte. Warm, echt, ein Ton, der im dunklen Auto beinahe körperlich wirkte, wie etwas, das man anfassen könnte. „Dann kommen Sie trotzdem.“

Ihre Wohnung war größer als seine. Hell, eine Küche, die nach Zitrone roch, ein Sofa, das nicht vom Möbeldiscounter stammte. Julia zog die Jacke aus und warf sie über eine Stuhllehne. Hugo blieb in der Mitte stehen. Er wusste nicht, wohin er sich setzen sollte. Er wusste nicht, welche Distanz angemessen war, welche Haltung, welche Worte. Nervosität machte sich in ihm breit. Das Gefühl war viel stärker, als er erwartet hatte.

„Setz dich.“ Sie duzte ihn plötzlich.

Ein Kloß verschloss ihm beinahe die Kehle. Das war kein Geschäftsessen mehr. Das war ein Date. Ein Date. Zu seiner Nervosität gesellte sich jetzt auch noch Angst. Innerlich zitterte er, und verbergen konnte er davon kaum etwas. Sein Herz schlug schneller, seine Hände wussten nicht, wohin, und als er sich schließlich setzte, wirkte selbst diese einfache Bewegung unbeholfen. Seine Nervosität musste so offensichtlich sein, dass selbst ein Blinder sie aus hundert Metern Entfernung bemerkt hätte.

Er setzte sich auf das Sofa. Es war weicher als erwartet. Er sank tiefer ein, als ihm recht war.

Julia ging in die Küche. Er hörte Wasser laufen, Gläser. Dann kam sie zurück, ohne Getränke, und setzte sich neben ihn. Näher, als er es von Besuchen bei Michael gewohnt war. Ihr Knie berührte fast sein Knie.

„Du bist nervös“, sagte sie.

„Nein.“

„Doch. Deine Hände liegen auf deinen Knien, als wären sie festgenagelt.“

Hugo sah auf seine Hände. Sie lagen tatsächlich auf seinen Knien, die Finger leicht gespreizt, die Fingernägel fast weiß vor Druck. Er hatte sie nicht so hingelegt. Sie waren einfach dort gelandet, als hätte sein Körper entschieden, dass dieser Ort der sicherste war.

„Ich bin nicht nervös“, sagte er. „Ich bin vorsichtig.“

„Wovor?“

Hugo sah sie an. Ihr Gesicht war nah. Er spürte, wie sein Herz schneller wurde, nicht dramatisch, aber spürbar, ein leiser Motor, der hochdrehte.

Julia beugte sich vor. Ihre Hand lag auf seinem Knie, nicht zufällig, sondern mit einem Druck, der eine Absicht hatte, der eine Richtung vorgab.

„Hugo“, sagte sie leise. „Küss mich.“

Es war keine Bitte. Es war eine Feststellung dessen, was sie wollte, gesprochen mit einer Sicherheit, die Hugo von den Händlern im Saal kannte, von Männern, die wussten, dass sie gewinnen würden.

Hugo erstarrte. Er spürte ihre Hand auf seinem Knie, ihren Atem so nah an seinem Gesicht, dass er die Feuchtigkeit spürte. Sein Herz hämmerte jetzt gegen seine Rippen, nicht mehr leise, sondern laut, ein Schlagen, bei dem er fürchtete, sie könnte es hören. Seine Hände lagen steif auf den Knien, als wären sie eingefroren. Er war achtzehn. Er hatte noch nie … Er wusste nicht, wie man küsste, nicht wirklich, nicht so, nicht in einer solchen Situation. Sein Kopf, der sonst Zahlen mühelos verarbeitete, war leer. Ein weißes Rauschen, in dem kein einziger Gedanke Platz hatte.

Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, etwas Souveränes, etwas, das zeigen würde, dass er dazugehörte, aber es kam nichts als:

„Nein.“

Es klang härter, als er es meinte. Abrupt. Wie ein Türknall in einer leeren Wohnung.

Julia zog die Hand zurück. Schnell, als hätte sie sich an etwas Heißem verbrannt. Ihre Augen weiteten sich, nicht vor Schock, sondern vor etwas Schärferem, einem Blitz, der schneller war als ihre Miene.

„Nein?“, wiederholte sie. Ihre Stimme war eine Spur dünner geworden.

Hugo wollte etwas erklären. Dass er es nicht so meinte. Dass er nicht wusste, warum er das gesagt hatte. Dass sein Körper eine Sprache gesprochen hatte, die er nicht kannte. Aber er fand keine Worte. Er saß da, starr, unbeweglich, ein Junge in einem Anzug, der plötzlich viel zu groß für ihn wirkte.

„Ich …“, begann er.

„Aber lassen Sie es“, sagte Julia. Sie stand auf. Ihre Bewegung war jetzt steif, abweisend, die Geste einer Frau, die nicht abgewiesen werden wollte. „Das ist ja interessant. Das hätte ich nicht erwartet. Nicht von Ihnen.“

Hugo stand ebenfalls auf. Seine Beine fühlten sich an wie Holz, als wären die Gelenke eingerostet. „Es tut mir leid.“

„Leid?“ Sie lachte. Kurz, hart. „Nein. Das tut es nicht. Sie wissen ja nicht einmal, wofür Sie sich entschuldigen.“

Er griff nach seiner Jacke. „Ich fahre nach Hause.“

„Ja. Tun Sie das.“

Er ging zur Tür. Dort blieb er stehen. „Julia?“

Sie drehte sich nicht um. „Was?“

Er verstummte. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Er wusste nur, dass etwas in ihm sich weigerte, diese Tür zu öffnen, ohne dass er verstand, warum. „Gute Nacht“, sagte er schließlich.

Er fuhr nach Hause und schlug dabei mehrfach auf das Lenkrad ein. Sein Gehirn überflutete ihn mit Worten: Depp. Idiot. Trottel. Feigling. Amateur. Eine Schande für die Menschheit.

Und da war er wieder, dieser Satz von Nina: „Und wenn er der letzte Mann auf der Welt wäre – den würde ich nicht anfassen.“

Und nun gab es eine Frau, die ihn wollte, und er, dieser Depp, hatte es ruiniert.

Der BMW glitt durch die nächtlichen Straßen, und Hugo dachte an nichts als seine eigene Dummheit, seine Feigheit. Dann traf ihn ein neuer Gedanke: Wie würde sie wohl im Büro auf ihn reagieren?

Sein Magen verkrampfte sich und wurde steinhart. Erst als er in seiner Wohnung stand, ließ der Schmerz etwas nach.

Doch an Schlaf war nicht zu denken. Die Magenschmerzen hörten einfach nicht auf. Sie kamen in Wellen, zogen sich durch seinen Bauch und ließen ihn kaum noch ruhig sitzen. Schließlich rief er Michael an. Er wusste nicht, was er von ihm erwartete. Wahrscheinlich brauchte er einfach jemanden, bei dem er alles loswerden konnte.

Er erzählte ihm von Julia, von der Einladung und davon, wie er sie mit seiner Unsicherheit vor den Kopf gestoßen hatte.

„Seitdem habe ich solche Magenschmerzen“, sagte Hugo. „So schlimm war es noch nie. Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll.“

„Okay, ganz ruhig“, sagte Michael. „Wenn es wirklich so schlimm ist, trink erst einmal etwas.“

„Ich habe keinen Alkohol da.“

„Dann geh ins Hotel. Dir bleibt ja nichts anderes übrig. Setz dich an die Bar und bestell dir einen doppelten Fernet-Branca.“

„Einen doppelten?“

„Wenn es ganz schlimm ist, meinetwegen einen dreifachen.“

„Was soll das bringen?“

„Das Zeug brennt dir den Magen frei.“

Hugo sah auf die Uhr.

„Okay, dann lege ich jetzt auf und gehe rüber.“

„Mach das. Und melde dich morgen.“

„Ja.“

Hugo legte auf, zog seine Jacke an und ging hinüber zu dem Hotel, in dessen Bar er bereits mit seiner Mutter Elisabeth gesessen hatte.